Der chinesische Batteriegigant CATL hat am Mittwoch Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt, die die Erwartungen übertrafen. Damit festigt das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung, selbst angesichts einer nachlassenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Wie aus einer Mitteilung an die Börse hervorgeht, stieg der Nettogewinn von CATL im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 48,5 % auf 20,7 Milliarden Yuan (3,03 Milliarden Dollar), nach einem Plus von 57,1 % im vierten Quartal.

Damit lag das Ergebnis deutlich über dem von LSEG ermittelten Analystenkonsens, der ein Wachstum von 20,9 % prognostiziert hatte.

Der Umsatz kletterte um 52,5 % auf 129,1 Milliarden Yuan, verglichen mit einem Anstieg von 36,6 % im Vorquartal. Auch hier wurden die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt von einem Plus von 35,7 % ausgegangen waren, übertroffen.

CATL hat seine Kapazitäten zur Produktion von Batterien für Energiespeichersysteme (ESS) kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen setzt auf ein robustes Nachfragewachstum, da viele Länder den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren, nachdem geopolitische Spannungen zu einem sprunghaften Anstieg der globalen Energiekosten geführt haben.

Laut SNE Research sprangen die Auslieferungen von ESS-Batterien im vergangenen Jahr um 80 % im Vorjahresvergleich an, was CATL einen Weltmarktanteil von 30 % bescherte.

Batterien für Elektrofahrzeuge bleiben jedoch der wichtigste Umsatzträger für CATL. Das Unternehmen behauptet seine globale Spitzenposition dank eines breit gefächerten Kundenportfolios, zu dem Schwergewichte wie Tesla, Seres und Toyota zählen.

In den ersten zwei Monaten des Jahres konnte CATL seinen Vorsprung weiter ausbauen: Der Anteil am weltweiten Verbrauch von E-Auto-Batterien stieg laut SNE Research von 38,7 % im Vorjahreszeitraum auf 42,1 %.

Der Marktanteil des zweitplatzierten Konkurrenten BYD sank hingegen global von 16 % auf 13,4 %, da dessen Fahrzeugverkäufe auf dem Heimatmarkt weiterhin rückläufig waren.

Vincent Sun, Senior Equity Analyst bei Morningstar, gab jedoch zu bedenken, dass die Dual-Sourcing-Strategien der Automobilhersteller und deren Kostensenkungsmaßnahmen "die Preismacht von CATL verwässern und den Gewinn pro Einheit unter Druck setzen" werden.

Die Verkaufszahlen für Elektrofahrzeuge in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, litten im vergangenen Monat trotz robuster Exporte weiterhin unter gekürzten Subventionen und einer stockenden wirtschaftlichen Erholung.

($1 = 6,8205 Chinesische Yuan Renminbi)