Der angeschlagene Immobilienentwickler China Vanke Co bietet Insidern zufolge die sofortige Rückzahlung von 40% des Kapitals einer in diesem Monat fälligen Yuan-Anleihe an, sofern im Gegenzug einer einjährigen Laufzeitverlängerung zugestimmt wird.

Bereits im Januar hatte Vanke die Zustimmung der Investoren zur Verlängerung von drei Yuan-Anleihen unter ähnlichen Bedingungen erhalten. Das Unternehmen räumte jedoch ein, dass es zwischen April und Juli angesichts fälliger Anleihen im Volumen von 11,3 Milliarden Yuan (1,7 Milliarden Dollar) unter "besonders akutem" Rückzahlungsdruck stehe.

Insgesamt werden in diesem Jahr Anleihen im Wert von rund 14,7 Milliarden Yuan fällig.

Bei dem betreffenden Papier handelt es sich um eine mit 3,11% verzinste Anleihe über 2 Milliarden Yuan (290 Millionen Dollar), die am 23. April fällig wird, so die Quellen, die nicht zur Kommunikation mit den Medien befugt sind und anonym bleiben wollten.

Eine Gläubigerversammlung ist für den 17. April angesetzt, die Abstimmungsfrist endet am 20. April.

Vanke reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Die in Shenzhen notierten Aktien des Bauträgers stiegen bis zum Mittag um 3,2%, während die Titel in Hongkong um 3,5% zulegten.

Vanke, einer der bekanntesten Immobilienentwickler Chinas mit Schulden in Höhe von 50 Milliarden Dollar, steht derzeit im Zentrum der langwierigen Immobilienkrise des Landes, in deren Verlauf bereits zahlreiche Konkurrenten unterschiedlicher Größe zahlungsunfähig wurden.

Der Entwickler verbuchte für 2025 einen Rekordnettoverlust von rund 88,6 Milliarden Yuan, während die vertraglich vereinbarten Umsätze auf ein 14-Jahres-Tief fielen.

Ein Zahlungsausfall von Vanke, das über zahlreiche Projekte in den wichtigsten Metropolen verfügt, könnte das Vertrauen der Immobilienkäufer erschüttern und auf die Gesamtwirtschaft ausstrahlen, die ohnehin mit schwachem Wachstum und verhaltenen Konsumausgaben kämpft.

Im Februar berichtete das Finanzmagazin Octus, dass die Stadtverwaltung von Shenzhen ein Rettungspaket in Höhe von 80 Milliarden Yuan für den staatlich unterstützten Konzern vorbereite.

Vanke hatte die Märkte im November mit dem ersten bekannten Ersuchen um eine Zahlungsaufschub schockiert. Zuvor war der Markt von einer solideren Finanzlage ausgegangen, da der Großaktionär Shenzhen Metro - ein Unternehmen im Besitz der Stadtverwaltung - dem Konzern im vergangenen Jahr rund 22 Milliarden Yuan geliehen hatte.