China und die USA haben sich im Rahmen eines umfassenderen Handelsabkommens auf eine Senkung der Zölle auf Agrarprodukte geeinigt. Dies teilte das Handelsministerium am Mittwoch in einer Erklärung mit, die jedoch zahlreiche Fragen zur praktischen Umsetzung offenließ. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping waren vergangene Woche in Peking zusammengetroffen. Laut Angaben des Weißen Hauses erklärte sich China dabei bereit, jährlich US-Agrargüter im Wert von 17 Milliarden Dollar zu erwerben - zusätzlich zu einer bereits bestehenden milliardenschweren Abnahmeverpflichtung für Sojabohnen.

Diese Zusage würde die chinesischen Importe von US-Agrarprodukten wieder in die Nähe von Rekordwerten bringen. Die Erfüllung dürfte jedoch voraussetzen, dass Peking die während des Handelskrieges eingeführten Strafzölle aufhebt.

Beide Parteien haben sich 'grundsätzlich darauf geeinigt, relevante Produkte in den Rahmen für gegenseitige Zollsenkungen einzubeziehen und gleichzeitig Leitziele für den Ausbau des bilateralen Agrarhandels festzulegen', so das Handelsministerium in einer Stellungnahme, die weitgehend einer Mitteilung vom Samstag entsprach.

In der Erklärung wurde weder spezifiziert, welche Produkte einbezogen werden könnten, noch wurde die Zusage über 17 Milliarden Dollar explizit erwähnt.

Chinesische Verlautbarungen fallen tendenziell vorsichtiger aus als jene aus Washington. Peking hatte Ende letzten Jahres im Zuge einer im Oktober getroffenen Vereinbarung 12 Millionen Tonnen Sojabohnen gekauft, diese Verpflichtung jedoch nie öffentlich bestätigt.

Die Mitteilung verwies zudem auf das Handelsgremium, das eingerichtet werden soll, um Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar auszuwählen und zu überwachen, für die Zölle auf historische Tiefststände oder darunter gesenkt werden sollen.

'Wir gehen davon aus, dass die chinesische Seite diese Senkungen auf US-Agrarprodukte konzentrieren wird', sagte Even Rogers Pay, Direktor bei Trivium China.

'Das Kaufabkommen über 17 Milliarden Dollar und der Deal über 25 Millionen Tonnen Sojabohnen würden sich zusammen auf etwas mehr als 30 Milliarden Dollar belaufen.'

In der Erklärung hieß es weiter, China habe die Registrierungen von US-Rindfleischunternehmen neu zertifiziert, wie Reuters bereits letzte Woche berichtete. Zudem werde der Import von Geflügel aus bestimmten US-Bundesstaaten, in denen Ausbrüche der Vogelgrippe verzeichnet worden waren, wieder aufgenommen.

China kündigte außerdem an, Fragen der Agrarbiotechnologie zu erörtern, die für Washington von Bedeutung sind, ohne jedoch nähere Einzelheiten zu nennen.