Das chinesische Handelsministerium bezeichnete am Samstag die während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche vereinbarten Abkommen zu Zöllen, Agrargütern und Flugzeugen als 'vorläufig'.

Trump verließ Peking am Freitag nach zweitägigen Gesprächen mit Präsident Xi Jinping, die von großem Pomp und herzlicher Rhetorik geprägt waren, jedoch nur begrenzte Details zu konkreten Ergebnissen in den Bereichen Handel und Investitionen lieferten.

In einer Erklärung auf seiner Website teilte das Ministerium mit, beide Seiten hätten die Einrichtung eines Investitions- und eines Handelsgremiums vereinbart. Diese sollen über reziproke, produktspezifische Zollsenkungen sowie über breiter angelegte Senkungen für nicht näher spezifizierte Waren, einschließlich landwirtschaftlicher Erzeugnisse, verhandeln.

Im Agrarsektor erklärte Peking zudem, dass beide Seiten an der Beseitigung nicht-tarifärer Handelshemmnisse und Fragen des Marktzugangs arbeiten würden.

'SCHNELLSTMÖGLICHER ABSCHLUSS'

'Die US-Seite wird die Lösung langjähriger Anliegen Chinas aktiv vorantreiben. Dies betrifft die automatische Einbehaltung von Milch- und Wasserprodukten, den Export von Bonsai in Kultursubstraten in die Vereinigten Staaten sowie die Anerkennung der Provinz Shandong als geflügelpestfreie Zone', so das Ministerium.

'Die chinesische Seite wird ihrerseits die Lösung von US-Anliegen bezüglich der Registrierung von Rindfleischbetrieben und des Exports von Geflügelfleisch aus bestimmten US-Bundesstaaten nach China aktiv fördern', hieß es weiter.

Das Ministerium nannte weder Unternehmen noch Einzelheiten zu Volumina, Werten oder Zeitplänen.

Die Erklärung vom Samstag stellt Chinas erste öffentliche Charakterisierung der Ergebnisse der Handelsgespräche dar, die diese Woche in Peking und Seoul stattfanden. Sie erfolgt vor dem Hintergrund von Fragen darüber, was Trumps erster Staatsbesuch in China seit fast einem Jahrzehnt tatsächlich bewirkt hat.

Trump hatte erklärt, China habe dem Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen zugestimmt, doch Analysten hinterfragten den fehlenden Zeitplan.

Das Handelsministerium bestätigte Vereinbarungen über 'chinesische Käufe von US-Flugzeugen und US-Zusicherungen zur Lieferung von Flugzeugtriebwerken und -teilen an China', ohne jedoch näher darauf einzugehen.

Es hieß, die Diskussionen über die Details dauerten an und die Abkommen würden 'so bald wie möglich abgeschlossen'. (Berichterstattung durch Eduardo Baptista. Redaktion durch Mark Potter)