Chevron hat am Dienstag einen neuen Leiter für die weltweite Exploration ernannt. CEO Mike Wirth verfolgt damit das Ziel, die Erfolgsbilanz des Unternehmens bei der Entdeckung neuer Öl- und Gasquellen zu verbessern.
Kevin McLachlan wird ab dem 1. November die Position des Vice President of Exploration übernehmen. Er folgt damit auf die langjährige Führungskraft Liz Schwarze, die nach 36 Jahren im Unternehmen im Februar in den Ruhestand gehen wird, teilte der US-Ölkonzern mit.
McLachlan verfügt über Erfahrung bei mehreren konkurrierenden Ölunternehmen, zuletzt als Senior Vice President of Exploration beim französischen Branchenriesen TotalEnergies. Zuvor war er unter anderem für Murphy Oil, Nexen und Exxon Mobil tätig.
Mike Wirth, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten ist Donald Trump, hatte sich zuletzt enttäuscht über die jüngsten Ergebnisse der Explorationsaktivitäten geäußert. Im Juli schloss Chevron die Übernahme des kleineren Ölproduzenten Hess ab, was die Öl- und Gasreserven des Unternehmens deutlich stärkte. Wirth betonte, dass die Exploration künftig eine wichtige Rolle in der strategischen Ausrichtung spielen müsse.
"Ich bin mit den Ergebnissen der Exploration in den vergangenen Jahren nicht zufrieden", erklärte er im August während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals. Er räumte jedoch ein, dass das Explorationsteam in einem engen Rahmen mit verringerten Investitionen agiert habe, da Chevron den Fokus auf das Wachstum im US-Schieferöl und eine ausgewogene Kapitaldisziplin gelegt habe.
Zu den Ländern, in denen Chevron künftig Pionierexploration betreiben will, zählen Suriname, Namibia und Ägypten, erklärte Vize-Vorstandsvorsitzender Mark Nelson während der Telefonkonferenz im August.
Im Januar gab Chevron bekannt, bei einer Explorationsbohrung im namibischen Orange-Becken keine kommerziellen Kohlenwasserstoffreserven gefunden zu haben. Auch der britische Ölkonzern Shell musste in dem Land einen Rückschlag hinnehmen und schrieb 400 Millionen US-Dollar auf eine als wirtschaftlich nicht tragfähig eingestufte Ölfundstelle ab.



















