FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien aus dem Chemiesektor können am Mittwoch der marktbreiten Erholung nicht folgen. Gerade deutsche Werte wie BASF zollten weiter ihrem Anstieg vergangener Tage Tribut, während Experten die deutliche Erholung des Gesamtmarktes mit Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges begründeten. Davon angetrieben stand der Dax zur Wochenmitte mit zuletzt fast zwei Prozent im Plus.
Die BASF-Titel büßten hingegen 2,7 Prozent ein und knüpften damit an ihre Vortagsverluste an. Seit ihrem Zwischentief vom 23. März hatten sie binnen einer Woche um bis zu 18 Prozent zugelegt, am Vortag aber schon etwas nachgegeben. Neben BASF gaben auch Lanxess, Evonik, Wacker Chemie und Brenntag infolge ihres zuletzt guten Laufes nach. Am Mittwoch gehörten sie mit Kursverlusten zwischen 0,8 und 2,7 Prozent zu den wenigen Verlierern am deutschen Aktienmarkt.
Chemiewerte waren in der Frühphase des Krieges zunächst stark belastet worden, zeigten sich aber dann angetrieben von der Annahme, dass europäische Anbieter von steigenden Preisen profitieren können. Vor diesem Hintergrund hatte der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals seit dem 23. März in der Spitze auch mehr als zehn Prozent gewonnen.
Laut dem UBS-Analysten Geoff Haire werden höhere Kosten in der Branche derzeit mit steigenden Chemikalien-Preisen ausgeglichen. Zu einer Zeit, als die Branchenrally an ihren Höhepunkt gelangte, warnte er aber schon am Montag davor, dass der Effekt von kurzer Dauer sein könnte, weil Preisanstiege perspektivisch auch zu geringeren Absatzmengen führen könnten./tih/edh/men
BASF SE ist der größte Chemiekonzern der Welt. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- funktionale Produkte (36,4%): Katalysatoren (36,7% des Umsatzes), Leistungsmaterialien (29,6%), Monomere (29,1%), und Beschichtungen (4,6%);
- Hochleistungswerkstoffe (25,3%): Dispersionen und Pigmente (31,8% des Umsatzes), Chemikalien für die Pflege (31,6%), Performance Chemikalien (25,1%) und Nahrungsprodukte (11,5%);
- chemische Produkte (16,9%): Petrochemische Produkte (74,5% des Umsatzes) und Zwischenprodukte (25,5%);
- Agrochemikalien (16,1%);
- sonstige (5,3%).
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (9,7%), Europa (28,9%), Nordamerika (26,3%), Asien / Pazifik (25,2%) und Südamerika / Afrika / Naher Osten (9,9%).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.