Das Unternehmen erwägt eine neue IPO-Preisspanne von 150 bis 160 Dollar pro Aktie, gegenüber zuvor 115 bis 125 Dollar. Zudem soll die Anzahl der angebotenen Aktien von 28 Millionen auf 30 Millionen erhöht werden, so die Quellen, die anonym bleiben wollten, da die Informationen noch nicht öffentlich sind.
Am oberen Ende der neuen Spanne würde Cerebras rund 4,8 Milliarden Dollar einsammeln, verglichen mit 3,5 Milliarden Dollar nach den ursprünglichen Bedingungen. Die Zahlen könnten sich jedoch vor der endgültigen Preisfestsetzung noch ändern, hieß es weiter.
Die Anhebung folgt auf einen breiten Boom bei der KI-Einführung, der die Nachfrage nach Hochleistungschips massiv angekurbelt und Halbleiter zu einem zentralen Engpass in der Technologie-Lieferkette gemacht hat. Der Börsengang von Cerebras ist laut den Insidern bereits mehr als 20-fach überzeichnet. Der Chiphersteller versucht nun, das enorme Interesse im Vorfeld der Preisfestsetzung am 13. Mai zu steuern.
Cerebras reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Bloomberg News hatte zuvor berichtet, dass das Unternehmen plane, die Preisspanne des IPO auf 125 bis 135 Dollar pro Aktie anzuheben.
Das in Sunnyvale, Kalifornien, ansässige Unternehmen Cerebras fertigt spezialisierte Chips für den Betrieb fortschrittlicher KI-Modelle in einem Markt, der von Nvidia dominiert wird. Cerebras verzeichnet eine sprunghaft ansteigende Nachfrage nach seinen Prozessoren, da KI-Labore vom Training der Modelle zu deren Einsatz übergehen. Die Chips von Cerebras gelten als besser geeignet für die Inferenz - jene Berechnungen, die es KI-Modellen ermöglichen, auf Nutzeranfragen zu reagieren - als die GPU-Chips, auf die sich die Branche beim Modelltraining lange verlassen hat.
Das Listing in der nächsten Woche wäre der zweite Versuch von Cerebras, an die Börse zu gehen. Das Unternehmen hatte bereits 2024 einen IPO beantragt, diesen Plan jedoch im vergangenen Jahr zurückgezogen. Die Partnerschaft mit G42, einem KI-Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, das im ersten Halbjahr 2024 mehr als 80 % des Umsatzes beisteuerte, hatte eine nationale Sicherheitsüberprüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) nach sich gezogen. Der Ausschuss gab das Geschäft schließlich frei.
Seitdem konnte Cerebras mit Amazon und OpenAI zwei der weltweit größten Akteure im Bereich der KI-Infrastruktur als Kunden gewinnen.
Laut Dealogic wäre die Erstnotiz der bisher weltweit größte Börsengang des laufenden Jahres.
Die Emission wird von Morgan Stanley, Citigroup, Barclays und der UBS Group AG begleitet. Cerebras plant, seine Aktien am Nasdaq Global Select Market unter dem Symbol 'CBRS' zu handeln.



















