Das Schweizer Technologieunternehmen Centiel ist am Freitag nach einer rückwirkenden Fusion mit HT5 an die Schweizer Börse gegangen. Es handelt sich um die erste Neunotierung des Landes in diesem Jahr.

Mit einem Eröffnungskurs von 3.20 Schweizer Franken pro Aktie erreichte Centiel eine Marktkapitalisierung von rund 261 Millionen Franken (333.29 Millionen Dollar) - knapp 100 Millionen Franken mehr als das Unternehmen noch vor einem Monat angestrebt hatte.

Die Aktien des Unternehmens, das auf die Herstellung von Systemen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) spezialisiert ist, die kritische Infrastrukturen vor Stromausfällen oder Netzschwankungen schützen, stiegen in den ersten Handelsminuten auf 3.95 Schweizer Franken.

Das Technologieunternehmen bedient die schnell wachsende Rechenzentrumsbranche, Krankenhäuser, Banken sowie das Kernforschungszentrum CERN.

"USV-Lösungen zum Schutz kritischer Anwendungen gewinnen durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Rechenzentren zunehmend an Bedeutung", erklärte CEO Gerardo Lecuona in einer Mitteilung. "Wir freuen uns darauf, unter Beweis zu stellen, dass Centiel bestens positioniert ist, um von diesen Megatrends zu profitieren."

Der Börsengang erfolgte nach der erfolgreichen Fusion von Centiel mit der bereits an der Schweizer Börse kotierten Holdinggesellschaft HT5 im April. Dies ermöglichte Centiel den Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt über das bestehende Listing von HT5 anstelle eines konventionellen Aktienangebots.

Im Rahmen der von der UBS begleiteten Transaktion wurden rund 15.4 Millionen Aktien zu einem Preis von 2.04 Schweizer Franken platziert, was einem Platzierungsvolumen von rund 31 Millionen Schweizer Franken entspricht.

Centiel wies im vergangenen Jahr bei einem Nettoumsatz von 45.7 Millionen Franken einen Nettogewinn von 8 Millionen Franken aus. Das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum (CAGR) lag im Zeitraum von 2023 bis 2025 bei 30 %. ($1 = 0.7831 Schweizer Franken) (Berichterstattung durch Oliver Hirt und Marleen Kaesebier, Redaktion durch Friederike Heine)