Allogene Therapeutics gab bekannt, dass am 45. Tag der Studie 58,3 % der Patienten (7 von 12) im Cema-cel-Arm eine MRD-Negativität erreichten, verglichen mit 16,7 % (2 von 12) in der Beobachtungsgruppe, was einer absoluten Differenz von 41,6 % entspricht. Eine MRD-Negativität bedeutet, dass die minimale Restkrankheit nach einer Behandlung nicht mehr nachweisbar ist. Das Unternehmen präzisierte, dass eine Differenz von 25 bis 30 % am Ende der Studie zu einem signifikanten klinischen Nutzen führen könnte.

Cema-cel wurde als Erstlinien-Konsolidierungstherapie für das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) getestet. Dieser Produktkandidat wurde im Rahmen der Lizenz-, Entwicklungs- und Vermarktungsvereinbarung zwischen den Laboratoires Servier und dem Institut de Recherches Internationales Servier einerseits und Cellectis andererseits an Servier lizenziert. Servier hat für bestimmte Gebiete eine Unterlizenz an Allogene erteilt.

Oddo BHF weist darauf hin, dass diese Ergebnisse "besonders ermutigende Signale sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der Verträglichkeit liefern". Im Detail sind die Analysten der Ansicht, dass diese Daten die Strategie von Allogene/Cellectis stützen, allogene CAR-T-Zellen (innovative Zelltherapien gegen Krebs) als glaubwürdige Alternative zu autologen Ansätzen (die vom selben Individuum stammen) zu etablieren.

Oddo BHF erläutert die nächsten Schritte und erwartet Mitte 2027 eine Zwischenanalyse des EFS (Ereignisfreies Überleben) sowie Mitte 2028 eine Primäranalyse. Diese beiden Termine dürften entscheidend sein, um die klinische Relevanz dieser frühen Signale zu bestätigen. In der Zwischenzeit wird die Empfehlung für die Cellectis-Aktie auf "Outperform" belassen, mit einem Kursziel von 6,50 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von 76 % entspricht.