Carrier Global hat am Dienstag seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2025 gesenkt, da die Nachfrage nach Heizungs-, Lüftungs- und Klimaprodukten im Wohnungssektor schwächelt.
Gleichzeitig kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 5 Milliarden US-Dollar an, was die Aktie im frühen Handel um 2,6 % steigen ließ.
Im dritten Quartal gingen die Umsätze von Carrier im amerikanischen Wohnungsmarkt um 30 % zurück, da die Händler überhöhte Lagerbestände abgebaut haben.
Ein Einbruch am nordamerikanischen Immobilienmarkt, der vor allem auf weiterhin hohe Hypothekenzinsen und stark gestiegene Immobilienpreise zurückzuführen ist, hat die Nachfrage nach Heizungs- und Lüftungssystemen deutlich gedämpft.
Trotz einer leichten Entspannung der Hypothekenzinsen nach der Zinssenkung der US-Notenbank im September, halten eine unsichere Konjunkturprognose und eine verhaltene Einstellungsdynamik potenzielle Hauskäufer weiterhin zurück.
„Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage erst dann spürbar erholt, wenn die Zinssätze deutlich sinken und der Immobilienmarkt eine Trendwende erlebt - einschließlich eines Anstiegs der Verkäufe bestehender Häuser“, erklärte Scott Davis, Analyst bei Melius Research.
Die rückläufigen Umsätze im Wohnungssektor wurden teilweise durch gewerbliche Kunden wie Rechenzentren ausgeglichen, die Carrier-Produkte zur Kühlung von IT-Servern einsetzen, welche künstliche Intelligenz betreiben.
Carrier erwartet für das Gesamtjahr einen Nettoumsatz von etwa 22 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor rund 23 Milliarden US-Dollar prognostiziert wurden. Für das Jahr 2025 rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von rund 2,65 US-Dollar, nach zuvor geschätzten 3 bis 3,10 US-Dollar.
Das in Florida ansässige Unternehmen meldete für das dritte Quartal einen bereinigten Nettogewinn von 67 US-Cent je Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von 57 US-Cent, wie aus von LSEG erhobenen Daten hervorgeht.



















