In einer gestern Abend veröffentlichten Pressemitteilung gab die Gruppe bekannt, dass Nutzer mit ChatGPT interagieren können, um Rezeptideen zu erhalten, die Verfügbarkeit von Produkten zu prüfen, einen Warenkorb zu erstellen oder eine Liefermethode zu wählen, bevor sie die Bestellung auf Carrefour.fr abschließen und bezahlen. Eine Zahlung direkt über ChatGPT ist nicht vorgesehen, da OpenAI diese Funktion kürzlich eingestellt hat. Dies ermöglicht es den Einzelhändlern, die Kontrolle über den Zahlungsvorgang und die Kundendaten zu behalten. Der Konzern nimmt damit die 26 Millionen ChatGPT-Nutzer in Frankreich ins Visier.

Künstliche Intelligenz ist eine der zentralen Säulen des im Februar von CEO Alexandre Bompard vorgestellten Plans, der bis 2030 einen Marktanteil von 25 % in Frankreich anstrebt, gegenüber aktuell 22 %. Carrefour hatte bereits 2023 seinen auf ChatGPT basierenden Chatbot "Hopla" eingeführt und Anfang 2026 eine Partnerschaft mit Google angekündigt, um langfristig Einkäufe über den KI-Agenten Gemini zu ermöglichen. Laut einer im Februar veröffentlichten Odoxa-Studie für den Branchenverband Fevad nutzt bereits ein Drittel der französischen Online-Käufer KI bei ihren Einkäufen.