"Die Stockholmer Börse war im Mai weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten geprägt, schloss den Monat jedoch dennoch im Plus ab. Die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran ließ den Ölpreis auf unter 100 USD sinken. Zudem gaben die Marktzinsen aufgrund nachlassender Inflationssorgen leicht nach, was die Börsenstimmung weltweit aufhellte", kommentieren die Fondsmanager.
Die Risikobereitschaft zeigte sich unter anderem in einem kräftigen Anstieg des Nasdaq 100. Laut dem Management erhöhten schwedische Anleger ihre Positionen in US-Technologiewerten zulasten von Banken und Standardwerten. Auch die Kreditmargen gingen von ihren zuvor erhöhten Niveaus zurück, was jedoch eher auf starke technische Faktoren und "FOMO"-Verhalten (Fear of Missing Out) als auf Fundamentaldaten zurückzuführen war.
Der Fonds entwickelte sich im Berichtsmonat positiv, wobei insbesondere Autoliv, Essity und ABB zu den Gewinnern zählten. Belastet wurde das Ergebnis hingegen durch Orkla, Alfa Laval und Assa Abloy. Die Experten betonten, dass der Börsenaufschwung schmal ausgeprägt war, und erinnerten daran, dass langfristiges Gewinnwachstum entscheidender sei als kurzfristige Bewertungsbewegungen.
Im Mai nahm das Team am Kapitalmarkttag von Essity teil. Die Fondsmanager sind der Ansicht, dass das Unternehmen strategisch stärker aufgestellt ist, als es die aktuelle Bewertung vermuten lässt. Die strategische Überprüfung der Sparte Consumer Tissue könnte den Weg für ein fokussierteres Geschäft ebnen, während operative Verbesserungen eine schrittweise Neubewertung der Aktie unterstützen dürften.
Am Kreditmarkt blieb die Aktivität hoch, insbesondere bei Unternehmen mit Investment-Grade-Rating. Der Fonds investierte in Sobi, Thule, Tele2 und Tieto. Aufgrund der Entwicklung der Zinskurve wurde zudem das Engagement in festverzinslichen Anleihen selektiv ausgebaut, wobei Akelius zu attraktiven Konditionen neu aufgenommen wurde.
Im High-Yield-Segment stockte der Fonds seine Positionen beim Infrastrukturunternehmen Oyfjellet und dem Windkraft-Dienstleister Fairwind auf.
Zu den weiteren Portfolioanpassungen gehörte die Aufstockung der Beteiligung an Sampo, während die Position in Epiroc reduziert wurde.
Hinsichtlich der Asset Allokation machten Aktien zum Monatsende 61% des Portfolios aus, während festverzinsliche Wertpapiere einen Anteil von 39% hielten.
Die drei größten Aktienpositionen des Fonds waren Investor, Atlas Copco und Essity mit Gewichtungen von 4,2%, 4,1% bzw. 3,9%. Die drei größten Emittenten auf der Rentenseite waren Tele2, Latour und Telenor.
Geografisch war der Fonds mit 73,9% des Kapitals primär in Schweden investiert. Dahinter folgten Norwegen und Dänemark mit Gewichtungen von 8,5% bzw. 6,1%.
| Carnegie Strategifond, % | Mai, 2026 |
| Fonds im Monat, Veränderung in % | 0,99 |
| Fonds seit Jahresbeginn, Veränderung in % | 1,38 |


















