Die Aktien des Unternehmens fielen im nachbörslichen Handel um 2,5 %. Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs bereits um 16,5 % eingebrochen.
Bei den Rückstellungen handelt es sich um Mittel, die von Kreditgebern zur Deckung potenzieller Kreditverluste beiseitegelegt werden. Sie dienen als wesentlicher Puffer gegen Zahlungsausfälle und als Indikator für die Einschätzung künftiger Kreditrisiken. Sie hängen primär vom makroökonomischen Umfeld und dem Kreditvolumen ab.
Während die Konsumausgaben im ersten Quartal, getragen von einkommensstarken Haushalten und einem stetigen Lohnwachstum, robust blieben, warnten führende Bankmanager davor, dass anhaltend hohe Ölpreise die US-Wirtschaft negativ beeinflussen könnten.
Das in McLean, Virginia, ansässige Unternehmen bildete im Quartal eine Risikovorsorge in Höhe von 4,07 Milliarden Dollar, während Analysten laut LSEG-Daten mit 3,77 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Truist-Analyst Brian Foran verwies zudem auf die Nettozinsmarge - ein Maßstab für die Rentabilität des Kreditgeschäfts -, die im Vergleich zum Vorquartal um 39 Basispunkte sank. Belastet wurde diese Entwicklung durch höhere Cash-Bestände und ein geringeres Kreditvolumen.
Capital One ist gemessen an der Bilanzsumme die sechstgrößte US-Bank und ein Schwergewicht im Kreditkartengeschäft, das zu den teuersten Kreditarten zählt.
Der Zinsüberschuss -- die Differenz zwischen den Zinserträgen aus Krediten und den Zinsaufwendungen für Einlagen -- stieg im Quartal auf 12,15 Milliarden Dollar, verglichen mit 8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Capital One schloss die Übernahme des Konkurrenten Discover Financial Services im Mai 2025 ab und erweiterte damit seine Bilanz um Kreditforderungen in Milliardenhöhe.
Bereinigt um Einmaleffekte belief sich der Gewinn von Capital One in den drei Monaten bis zum 31. März auf 4,42 Dollar pro Aktie, während die Wall Street mit 4,55 Dollar pro Aktie gerechnet hatte.


















