Der französische IT-Beratungsriese Capgemini hat am Mittwoch seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr eingegrenzt und zugleich angesichts einer verhaltenen Nachfrage und eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds zur Vorsicht gemahnt.
Das Unternehmen, dessen Dienstleistungen von Cloud und KI bis hin zu Unternehmensmanagement in einer Vielzahl von Branchen reichen, rechnet nun mit einem Umsatzwachstum auf Basis konstanter Wechselkurse im Bereich von -1 % bis +1 %. Zuvor lag die Prognose zwischen -2 % und +2 %.
Zudem genehmigte Capgemini ein mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden Euro (2,3 Milliarden US-Dollar).
,,Im dritten Quartal sehen wir eine gewisse Stabilisierung des Umfelds, behalten aber unsere vorsichtige Haltung bei, um der Unsicherheit durch geopolitische Spannungen und eine schleppende Konjunktur Rechnung zu tragen", erklärte CEO Aiman Ezzat in einer Mitteilung.
Der operative Gewinn von Capgemini sank im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 15 % auf 976 Millionen Euro.
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 11,11 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,3 % auf berichteter Basis entspricht, aber einem Anstieg von 0,2 % bei konstanten Wechselkursen. Die Nachfrage war im ersten Halbjahr verhalten, da Kunden nicht zwingend notwendige Ausgaben zurückfuhren, so das Unternehmen.
Analysten von Jefferies erklärten in einer Notiz, dass die Zahlen für das zweite Quartal solide seien, ,,aber angesichts schwacher Nachrichten aus den Teilsektoren bezweifeln wir, dass die Ergebnisse ausreichen, um die Anlegerstimmung wesentlich zu verändern."
Die Capgemini-Aktie legte zum Handelsstart bis zu 6,9 % zu, gab die Gewinne jedoch wieder ab und notierte um 08:05 Uhr GMT noch 0,3 % im Plus.
Der Konzern bekräftigte seine Prognose für die operative Marge im Gesamtjahr im Bereich von 13,3 % bis 13,5 % und erklärte, dass die Ziele den Einfluss der geplanten Übernahme des Technologie-Outsourcing-Unternehmens WNS nicht berücksichtigen.
Im Juli hatte Capgemini die Übernahme des in den USA börsennotierten Unternehmens WNS für 3,3 Milliarden US-Dollar in bar vereinbart, um das Angebot an KI-Tools für Unternehmen zu erweitern.
(1 US-Dollar = 0,8659 Euro)


















