Die Woche endet enttäuschend: Alle Indizes drehen ins Minus, die Wochenbilanzen, die um 16:30 Uhr noch positiv waren, rutschen ins Rote.
Die Pariser Börse (-0,1%) pendelt seit fast sieben Stunden um einen Drehpunkt von 8.120 Punkten, fällt unter 8.080 und bewegt sich damit wieder in der Mitte des Korridors 8.050/8.150, der seit dem 26. November jegliche Entwicklung blockiert. Die Wochenbilanz fällt mit -0,4% negativ aus.
Insgesamt legte der CAC 40 in diesem Jahr fast 10% zu - ein beachtliches Ergebnis angesichts der politischen Unsicherheiten, die den Trend im Jahr 2025 gebremst haben. Dennoch liegt der Pariser Leitindex weniger als 3% unter seinem Allzeithoch, was Investoren davon abhalten könnte, ihre Bücher zu früh zu schließen.
Die weltweiten Aktienmärkte begrüßten die jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank, die trotz der derzeitigen Stärke der US-Wirtschaft und der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten im geldpolitischen Ausschuss auf eine allzu restriktive Rhetorik verzichtete.
An der Wall Street kommt es zu einer seltenen Trendwende: Der Dow Jones (-0,3%) und der Russell-2000, die am Vortag noch ein drittes Rekordhoch in Folge verzeichneten (nach zwei ,,Intraday/Schlusskurs"-Doppeln), rutschen ins Minus.
Der 12. Dezember bleibt dennoch der Tag, an dem der Dow Jones seinem Allzeithoch von 50.000 Punkten am nächsten kam, auch wenn er nicht im positiven Bereich schloss - mit einem neuen Höchststand bei 48.886 Punkten.
Seit dem 1. Januar hat der Dow Jones 14,5% zugelegt, während S&P und Nasdaq am Donnerstagabend Anstiege von 17% bzw. 22% verzeichneten - was darauf hindeutet, dass der Großteil des Anstiegs bereits erfolgt ist.
Nach der FOMC-Sitzung ist jedoch nicht nur Euphorie angesagt: Der S&P500 verliert aktuell 1,2%, der Nasdaq -2%. Beide Indizes leiden weiterhin unter der Enttäuschung über die schlechter als erwarteten Quartalsergebnisse von Oracle (-11% am Vortag, -5,8% am Abend), die die Sorge vor massiven Überinvestitionen in KI-Technologien und deren Auswirkungen auf die Bilanzen der US-Tech-Giganten neu entfacht haben.
Am Freitag wird der Trend zudem durch Broadcom (-11,2%), Micron (-8,7%), Marvell (-5%) und Nvidia (-2%) deutlich belastet.
Viele Kommentatoren begrüßen, dass die ,,schwere Unsicherheit bezüglich der Fed" nun ausgeräumt ist. Doch US-Notenbankchef Jerome Powell hat nicht alle beruhigt: Die US-Staatsanleihen verschlechtern sich weiter (seit dem 26. November), mit einer 10-jährigen Rendite, die um +4 Basispunkte auf 4,1840% steigt, und einer 30-jährigen, die um +6,5 Basispunkte auf 4,856% anzieht.
Die Ansteckung greift auf Europa über: Der Bund steigt um +1,2 Basispunkte auf 2,8560%, die französischen OATs um +2 Basispunkte auf 3,579%, und die italienischen BTPs legen um +1,6 Basispunkte auf 3,551% zu.
Diese Spannungen könnten bis in die nächste Woche andauern - in Erwartung der mit Spannung erwarteten Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten.
Es wird die letzte vollständige Börsenwoche vor Weihnachten und Neujahr sein (mit dem ,,Hexensabbat" als Höhepunkt), was auch zu einer Verringerung der Handelsvolumina führen könnte.
Zu den Tagesindikatoren zählen die endgültigen Verbraucherpreisdaten aus Frankreich. Die Verbraucherpreise stiegen laut Insee im November 2025 im Jahresvergleich um 0,9% - derselbe Wert wie im Oktober, womit die vorläufige Schätzung bestätigt wurde.
Der Euro gibt gegenüber dem US-Dollar nach (-0,05% auf 1,1735) nach einem Zuwachs von +1,1% innerhalb von 48 Stunden.
Trotz der Schwäche des Dollars fällt der Ölpreis weiter: Ein Barrel Brent verliert -1,1% auf 60,850 US-Dollar, WTI gibt -1,2% auf 57,15 US-Dollar nach und nähert sich damit seinem Jahrestief.
Im Tagesverlauf wurde ein neues Allzeithoch für die Silberunze bei 64,5 US-Dollar erreicht, Gold stieg wieder auf 4.350 US-Dollar... bevor es wieder auf 61,7 US-Dollar bzw. 4.270 US-Dollar zurückfiel.
















