Neues Kapitel im Nahost-Konflikt: Donald Trump hat eine Operation angekündigt, die ab diesem Montag Schiffe befreien soll, die seit zwei Monaten im Golf feststecken. Doch der Iran reagierte umgehend: Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit des iranischen Parlaments, erklärte auf X, dass jede US-Intervention in der Straße von Hormus als Verletzung des Waffenstillstands betrachtet würde.

Ab Montagmorgen wird die US-Marine Schiffe von Ländern, 'die nichts mit dem Konflikt im Nahen Osten zu tun haben', durch die Straße von Hormus eskortieren, präzisierte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

Er warnte, dass eine Behinderung dieser Operation mit dem Namen Project Freedom ('Projekt Freiheit') durch Teheran 'leider mit Gewalt beantwortet werden müsste'.

Unterdessen forderte Emmanuel Macron während seines Besuchs in Armenien zum achten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft eine 'abgestimmte Wiederöffnung von Hormus zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten'. 'Dies muss ohne Einschränkungen und ohne Gebühren geschehen', erklärte der französische Präsident.

Seit Ausbruch des Konflikts blockiert der Iran die Straße von Hormus, durch die üblicherweise 20% des weltweiten Ölverbrauchs transportiert werden.

In diesem Kontext setzen die Ölpreise ihre Talfahrt fort. Gegen 10:30 Uhr verliert die Sorte Brent 4,14% auf 109,37 Dollar. WTI gibt um 2,35% auf 102,94 USD nach.

Bei den börsennotierten Unternehmen gab Crédit Agricole SA den Abschluss der gemeinsamen Übernahme der Milleis-Gruppe vom Investmentfonds AnaCap durch ihre Tochtergesellschaften LCL und Crédit Agricole Assurances bekannt. Das Projekt war am 24. Juli 2025 angekündigt worden. Der Erwerb der gesamten Gruppe (bestehend aus der Milleis Banque und ihren Tochtergesellschaften Milleis Vie, Cholet Dupont Oudart und Cholet Dupont Asset Management) durch LCL wurde unmittelbar gefolgt von der Veräußerung der Versicherungsgesellschaft Milleis Vie durch LCL an Crédit Agricole Assurances.

Zudem gab die Renault Group die Erneuerung ihres Mitarbeiteraktienprogramms 'Renault Group Shareplan' im fünften Jahr in Folge bekannt und bekräftigte damit ihr Ziel, 'ein inklusives und partizipatives Unternehmensmodell aufzubauen'. Bis heute sind mehr als 90% der Mitarbeiter Aktionäre von Renault und hielten zum 31. Dezember 2025 6,12% des Kapitals.

Worldline hat den Verkauf seines Bereichs Electronic Data Management an SIX abgeschlossen. Diese Transaktion steht im Einklang mit der Strategie der Gruppe, sich auf den Zahlungsverkehr in Europa zu konzentrieren. Sie soll die Organisation vereinfachen und die Ressourcenallokation gemäß dem Transformationsplan 'North Star' verbessern.

Engie gab über Ocean Winds, sein zu 50/50 mit EDP Renewables gehaltenes Joint Venture für Offshore-Windkraft, die vollständige Inbetriebnahme von EMYN und den Start der Stromproduktion des Pilotparks EFGL bekannt.

Der Spezialist für Industrie- und Medizingase Air Liquide kündigte den Verkauf seiner Biogas-Produktionsaktivitäten in den USA, Frankreich, Norwegen und Schweden an Mobius Renewables an. Laut Pressemitteilung umfassen diese Transaktionen mehrere Produktionseinheiten und Distributionsinfrastrukturen.

Frankreich: Verarbeitendes Gewerbe auf höchstem Stand seit Mai 2022

Auf der Statistikseite nahmen die Anleger die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im April zur Kenntnis. Der deutsche Index lag im April bei 51,4 Punkten, nach 52,2 im März und gegenüber einem Konsens von 51,2, wie S&P Global mitteilte.

In Frankreich verbesserte sich dieser Index im April den Erwartungen entsprechend. Laut S&P Global stieg er zwischen März und April von 50 auf 52,8 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2022.

Getragen wurde die Entwicklung von den Neuaufträgen und der Produktion, die ihre stärksten Zuwächse seit dem ersten Halbjahr 2022 verzeichneten. Laut den befragten Unternehmen basieren diese Erholungen bei Nachfrage und Aktivität jedoch primär auf Lagerhaltungsmanövern der Kunden. Risiken von Engpässen und Preissteigerungen hätten diese dazu veranlasst, Bestellungen vorzuziehen. Tatsächlich stiegen die Einkaufspreise im April erneut sehr kräftig an, während sich auch die Inflation der Verkaufspreise beschleunigte.