Wie bereits gestern (-0,3%) beendet die Pariser Borse die Sitzung erneut mit einem moderaten Rückgang (-0,28%) auf 8.074 Punkte, obwohl die Banken mit deutlichen Zugewinnen unterstützen: +2,2% für Société Générale und BNP Paribas sowie +1,6% für Crédit Agricole.

Der Pariser Leitindex wird jedoch von Titeln wie Edenred (-3%), Pernod Ricard (-1,9%) und Dassault Systèmes (-1,8%) gebremst.

Die Entwicklung ist beim Euro Stoxx 50 (+0,4%) und sogar an der Wall Street noch positiver, wo der Nasdaq (+0,5%) vor dem Dow Jones (+0,4%) und dem S&P500 (+0,2%) liegt.

Nach Einschätzung der Analysten von Danske Bank "treten die Märkte schlicht in eine 'Abwarten und Beobachten'-Phase ein, in Erwartung der Flut an Konjunkturstatistiken, die in den kommenden Tagen nachgeholt werden und zuvor aufgrund des Shutdowns verschoben wurden".

Auf der Statistikseite erfuhren die Anleger um 11 Uhr die Inflationszahlen für den Euroraum im November, die die Prognosen leicht überraschten: "Die Preise stiegen im November um +2,2%, nach 2,1% im Oktober".

Die Kerninflation, bei der volatile Preise ausgeklammert werden, blieb stabil bei 2,4%, ging jedoch trotz sinkender Heizol- und Kraftstoffpreise nicht zurück.

Grund zur Sorge besteht laut den Analysten von Oddo BHF nicht: "Laut den bereits veroffentlichten nationalen Daten (Deutschland: 2,6%, Frankreich: 0,8%, Italien: 1,1%, Spanien: 3,1%) blieb die durchschnittliche Inflation im Euroraum nahe am Zielwert von 2%".

"Bis Mitte 2026 konnte der Verlauf aufgrund von Basiseffekten im Energiesektor etwas volatil bleiben", fügt das Analysehaus hinzu.

Mit einer jährlichen Inflation, die sich nun offenbar stabil um das Zielniveau von 2% bewegt, ist es fraglich, ob diese Zahlen ausreichen, um die Europäische Zentralbank (EZB) aus ihrer abwartenden Haltung zu bewegen, zumal das aktuelle Zinsniveau sowohl den Falken als auch den Tauben zu passen scheint.

Angesichts des derzeit moderaten Wachstums in der Region halten einige Beobachter es jedoch nicht für ausgeschlossen, dass die Institution in Frankfurt die Zinsen im Dezember und dann im Februar lockern konnte.

Die Arbeitslosenquote im Euroraum blieb stabil bei rund 6,3%.

In London gab der Brent-Ölpreis um 0,7% nach auf 62,8 USD, der WTI-Preis verlor -0,7% auf 59,1 USD.

Der Euro blieb gegenüber dem US-Dollar stabil bei 1,16 USD.

Am Anleihemarkt verschlechterte sich die US-Staatsanleihe ("T-Bond") 2035 weiter leicht auf 4,102% (+0,5 Basispunkte), die 30-jährige Anleihe stieg um +1,2 Basispunkte auf 4,758%. In Europa legte die 10-jährige OAT um +2 Basispunkte auf 3,502% zu, während die vergleichbare deutsche Bundesanleihe bei 2,756% (+0,7 Basispunkte) notierte.

Bei den franzosischen Unternehmen meldete die Compagnie des Alpes für das Geschäftsjahr 2024-2025 einen um 15,8% gestiegenen Nettogewinn des Konzerns auf 107 Millionen Euro und einen operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBO) von 409 Millionen Euro (+16,7%), "im Einklang mit den zuletzt gegebenen Prognosen".

TotalEnergies und TES gaben bekannt, eine Vereinbarung mit Osaka Gas, Toho Gas und Itochu über die Entwicklung und den Betrieb des Projekts Live Oak unterzeichnet zu haben, an dem die drei japanischen Unternehmen gemeinsam einen Anteil von insgesamt 33,3% halten werden.

Darüber hinaus teilte TotalEnergies mit, dass die Partner des Projekts Mozambique LNG einstimmig beschlossen haben, zusätzliche Eigenmittel bereitzustellen, um die Beiträge von UKEF und Atradius zu ersetzen. Dies entspricht insgesamt rund 10% der externen Finanzierung.

BNP Paribas gab bekannt, sich einem nunmehr aus zehn europäischen Banken bestehenden Konsortium anzuschließen, das einen an den Euro gekoppelten Stablecoin entwickeln will.

LVMH kündigte die Ernennung von Pietro Beccari zum CEO der LVMH Fashion Group ab dem 1. Januar 2026 an. Er folgt auf Sidney Toledano, der sich nach mehr als drei Jahrzehnten an der Seite von Bernard Arnault aus dem operativen Geschäft zurückzieht.