Aktien im Plus

Edenred (+8%): Ein brasilianisches Gericht hat laut Folha eine Entscheidung zugunsten von Edenred getroffen, im Streit zwischen den Anbietern von Essensgutscheinen und den Behörden in Brasilien. Die Verschärfung der lokalen Regulierung war in den letzten Monaten der Grund für die schwache Entwicklung der Aktien im Sektor. Unabhängig davon bleibt Barclays mit einer Marktwichtung, senkt jedoch das Kursziel von 36 auf 21 EUR, das dennoch über dem Schlusskurs vom Dienstag (17,20 EUR) liegt. Auch Kepler Cheuvreux reduziert seine Bewertungen, bleibt aber auf "Kaufen": Das Kursziel fällt von 28 auf 18 EUR für Pluxee und von 40 auf 28 EUR für Edenred. Auch hier liegen die Ziele deutlich über den aktuellen Kursen. 

Premier Foods (+6%): Das britische Unternehmen rechnet mit einem Jahresgewinn am oberen Ende der Prognosespanne.

Barry Callebaut (+5,5%): Der Schokoladenhersteller meldet für das erste Quartal 2025-26 (September bis November) einen Umsatz von 3,67 Milliarden Schweizer Franken, ein Plus von 8,9% in lokalen Währungen (+6,4% in CHF), trotz eines Rückgangs der Absatzmengen um -9,9%.

Inficon (+5%): Die UBS bestätigt die Kaufempfehlung und hebt das Kursziel von 115 auf 130 CHF an.

Burberry (+4%): Der britische Luxuskonzern hat die Quartalserwartungen leicht übertroffen. Eine positive Überraschung. "Wir werden unsere Schätzungen infolgedessen leicht nach oben anpassen, und die ermutigende Verbesserung in Festlandchina könnte dem gesamten Luxussektor neuen Rückenwind geben", kommentiert Alphavalue-Analystin Jie Zhang. Tatsächlich legen auch LVMH und Hermès im Fahrwasser der Briten am Morgen zu.

Atos SE (+4%): Das Unternehmen erzielt 2025 eine Marge von etwas mehr als 4%. Atos, das versucht, seine Geschäfte zu sanieren, verzeichnete im vierten Quartal eine sequentielle Verbesserung der Performance. Marge und Cash-Verbrauch sind etwas höher als erwartet.

Haleon (+3%): HSBC stuft von "Halten" auf "Kaufen" hoch und erhöht das Kursziel von 400 auf 430 GBX.

Aixtron (+3%): JP Morgan stuft von "Neutral" auf "Overweight" hoch und hebt das Kursziel von 13,50 EUR auf 25,20 EUR an.

Rio Tinto (+3%): Der Bergbaukonzern verschiffte im letzten Quartal 2025 mehr Eisenerz als erwartet. Die Kupferäquivalent-Produktion (CuEq) stieg 2025 im Jahresvergleich um 8%, die Auslieferungen legten um 5% zu, dank der starken Produktionssteigerung bei Oyu Tolgoi. Das Unternehmen spricht von einem "Rekordjahr für die Bauxit-Produktion" sowie für das Lithium-Geschäft.

D'Ieteren (+3%): Jefferies stuft von "Halten" auf "Kaufen" hoch und hebt das Kursziel von 185 auf 215 EUR an.

Aktien im Minus

Danone (-9%): Die Aktie bricht am Morgen an der Pariser Börse ein. In den letzten 72 Stunden haben Analysten häufig den Geburtenrückgang in China kommentiert, der das Wachstum der Unternehmen des Sektors künftig belasten dürfte. Jefferies und die Deutsche Bank zeigten sich besorgt. Die Bank of America bekräftigte heute Morgen ihre Verkaufsempfehlung mit einem leicht gesenkten Kursziel von 70 auf 69 EUR. Marktquellen haben zudem eine Mitteilung der singapurischen Behörden vom 17. Januar ausgegraben, die einen Rückruf von zwei Babymilchprodukten (NAN HA1 SupremePro von Nestlé und Dumex Dulac 1 von Danone) nach dem Nachweis des Toxins Cereulid, das mit einer gemeinsamen Zutat zusammenhängt, betrifft. Ein milder Fall wurde gemeldet, so die Behörden. Die Nachricht war bereits vor vier Tagen verbreitet worden, doch die Unsicherheiten rund um Nestlé nach mehreren Rückrufen könnten die Volatilität verstärkt haben.

Redcare (-7%): Die Aktie setzt ihren Rückgang fort, nachdem sie bereits am Vortag im Sog der enttäuschenden Ergebnisse des Konkurrenten DocMorris unter Druck geraten war.

J D Wetherspoon (-6%): Der Pub-Betreiber meldete solide Umsätze, doch die Ergebnisse werden durch höhere als erwartete Kosten belastet.

Experian (-4%): Das Unternehmen bestätigt nach den Quartalsergebnissen die unveränderten Jahresprognosen, doch der Markt zeigt sich unzufrieden. Analysten halten die Veröffentlichung allerdings für beruhigend.

Mowi (-2,5%): Der Markt reagiert verhalten auf die Zahlen des norwegischen Lachsproduzenten. Für das Jahr meldet Mowi Erntemengen von 559.000 Tonnen gegenüber 502.000 Tonnen im Jahr 2024, was einem Wachstum von 11,4% entspricht.