Die Aktien der von Peter Thiel unterstützten Börse fielen im vorbörschlichen Handel um etwa 6%.
Die Akquisition verschafft der institutionellen Krypto-Plattform unter der Leitung des ehemaligen NYSE-Präsidenten Thomas Farley Zugang zu einem regulierten Transferagenten - einem Unternehmen, das registrierte Aktionäre für aktienemittierende Gesellschaften verwaltet -, um ihre operativen Abläufe zu stützen.
Da sich die Kapitalmärkte in Richtung einer Blockchain-basierten Abwicklung bewegen, galt das Fehlen eines für diese Technologie konzipierten, regulierten Transferagenten bisher als wesentliches Hindernis für die institutionelle Akzeptanz.
'Die Tokenisierung ist ein Generationenwechsel in der Funktionsweise der Kapitalmärkte', erklärte Farley in einer Mitteilung und fügte hinzu, dass der Zusammenschluss die 'Blue-Chip-Emittentenbeziehungen' biete, die für die Skalierung dieses Übergangs erforderlich seien.
Nach einem verhaltenen Jahresbeginn verzeichnete das M&A-Geschäft im Jahr 2026 wieder einen Aufschwung, nachdem geopolitische Unsicherheiten die Bereitschaft in den Vorstandsetagen für Fusionen und Übernahmen gedämpft hatten.
Die Transaktion umfasst laut Unternehmensangaben rund 1,85 Milliarden Dollar an übernommenen Schulden und etwa 2,35 Milliarden Dollar in Bullish-Aktien.
Bullish erwirbt Equiniti von der Private-Equity-Gesellschaft Siris Capital, die das Unternehmen im Jahr 2021 übernommen hatte.
Die Kryptobörse, die 2025 an die Börse ging, erwartet für den Zeitraum von 2027 bis 2029 ein jährliches Umsatzwachstum von 6% bis 8% sowie einen jährlichen Zuwachs des EBITDA abzüglich der Investitionsausgaben von mehr als 100 Millionen Dollar.
Equiniti wickelt jährlich Zahlungen in Höhe von rund 500 Milliarden Dollar ab und betreut über 20 Millionen verifizierte Aktionäre.
Der Abschluss der Transaktion wird für Januar 2027 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, so Bullish weiter.



















