Die optimistischeren Investoren hoffen weiterhin, dass die US-Behörden eines Tages konsequenter gegen die Fragmentierung des E-Zigarettenmarkts vorgehen werden. Davon könnte British American Tobacco (BAT) erheblich profitieren, schließlich sieht sich der Konzern mit seiner Marke Vuse als weltweiter Marktführer im Bereich Vaping.
Doch operative Realität und regulatorische Hoffnung klaffen aktuell auseinander. Schon im Juni 2024 hatte MarketScreener zur Vorsicht gemahnt, was das ambitionierte Schuldenabbauziel betraf, das CEO Tadeu Marroco – vormals CFO des Unternehmens – ausgerufen hatte. Diese Skepsis scheint nun bestätigt: Nach einer ersten Verschiebung wurde der angestrebte Zeitrahmen erneut um ein weiteres Jahr verlängert.
Zwar sorgte die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms – das 2026 nochmals aufgestockt wird – für freundliche Reaktionen am Markt. Anleger hatten diesen Schritt schon länger gefordert. Dennoch bleibt das Volumen im Vergleich zur Dividendenpolitik überschaubar: Zwei Drittel der Gewinne werden weiterhin regelmäßig an die Anteilseigner ausgeschüttet.
Dabei hatten Rückkäufe lange Zeit eine solide Argumentationsbasis: Die Aktie wurde mit einem einstelligen Gewinnvielfachen bewertet, der Dividendenrendite näherte sich zweistelligen Werten. Doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Der jüngste Kursanstieg hat die Bewertung deutlich nach oben getrieben – ohne dass sich an den strukturellen Problemen etwas geändert hätte.
Im Segment der rauchfreien Produkte hinkt BAT weiterhin dem Branchenführer Philip Morris hinterher, der mit IQOS erheblich erfolgreicher ist. Dies wiegt umso schwerer, als das klassische Tabakgeschäft langfristig unter Druck bleibt.
Auf Basis der aktuellen Bewertung entspricht der Unternehmenswert nun dem 13- bis 15-Fachen des freien Cashflows. Die Dividendenrendite liegt bei unter 6 %. Angesichts dieser Zahlen wirkt das Chancen-Risiko-Profil kaum noch attraktiv.
Diese Einschätzung teilt offenbar auch Kenneth Griffin: Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager, der während der Pandemie zum Großaktionär wurde, hat seine Beteiligung zuletzt deutlich zurückgefahren. Ein weiteres Signal dafür, dass der Markt die Rallye bei BAT zunehmend mit Vorsicht betrachtet.




















