Der britische Energieversorger SSE hat am Mittwoch einen bereinigten Jahresgewinn unter dem Vorjahresniveau prognostiziert. Grund dafür sind wechselhafte Wetterbedingungen, während das Unternehmen seinen fünfjährigen Plan zur Modernisierung der britischen Stromnetze vorantreibt.

Das in Schottland ansässige Unternehmen SSE hat im November seinen fünfjährigen Investitionsplan im Wert von 33 Milliarden Pfund (£45.22 Milliarden) gestartet. Damit soll das Portfolio an erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Gleichzeitig wird damit auf den wachsenden Bedarf an einer Modernisierung des alternden britischen Stromnetzes reagiert, der durch die zunehmende Stromnachfrage aus den Bereichen Elektrofahrzeuge und Künstliche Intelligenz entsteht.

"Seit der Ankündigung unseres 33-Milliarden-Pfund-Investitionsprogramms ... liegt unser Fokus darauf, Investitionen zu beschleunigen und den Plan umzusetzen, der langfristig steigende Gewinne und nachhaltigen Wert für Investoren schaffen wird", sagte Finanzvorstand Barry O'Regan in einer Stellungnahme.

Im vergangenen Monat zählten SSE und das deutsche Unternehmen RWE zu den größten Gewinnern der jüngsten britischen Stromauktion, bei der eine Rekordmenge an Offshore-Windkapazität gesichert wurde. Großbritannien strebt an, seinen Stromsektor bis 2030 weitgehend zu dekarbonisieren.

SSE erwartet für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 144 und 152 Pence, verglichen mit 160,9 Pence im Vorjahr.

Für die ersten neun Monate bis zum 31. Dezember 2025 meldete das Unternehmen eine leicht höhere Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

($1 = 0.7297 Pfund)