Der britische Wohnimmobilienmarkt verharrte im vergangenen Monat in einer Flaute, obwohl eine Umfrage am Donnerstag leichte Anzeichen für ein wiedererwachendes Käuferinteresse erkennen ließ.

Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) gab an, dass die Möglichkeit von Zinserhöhungen durch die Bank of England, die derzeit die langfristigen Inflationsrisiken infolge des Iran-Krieges bewertet, den Markt vorerst belasten dürfte.

Die Erhebung zeigte zudem, dass Vermieter im Mai, als neue Mieterschutzregelungen eingeführt wurden, weniger Mietobjekte anboten.

RICS berichtete:

o Der Indikator für neue Käuferanfragen blieb unverändert bei -34 %, wenngleich er zum ersten Mal seit Januar nicht weiter in den negativen Bereich abrutschte.

o Der Wert für abgeschlossene Verkäufe war mit -37 % ähnlich schwach, blieb jedoch ebenfalls stabil.

o Das Barometer für Hauspreise hielt sich den zweiten Monat in Folge bei -35 %, was den breitesten Preisverfall seit November 2023 darstellt.

o Die kurzfristigen Verkaufserwartungen verbesserten sich leicht auf -25 %, nachdem sie in den beiden Vormonaten unter -30 % gelegen hatten. Auf Sicht von 12 Monaten stiegen die Verkaufserwartungen auf +2 %, wobei die Preiserwartungen einem ähnlichen Muster folgten.

o Am Mietmarkt stieg die Nachfrage der Mieter, während die Instruktionen der Vermieter mit -28 % den schwächsten Stand seit Dezember letzten Jahres erreichten. Die Mietpreiserwartungen festigten sich auf +36 %, den höchsten Wert seit Mai 2025.

o Tarrant Parsons, Leiter der Marktforschung und Analyse bei RICS, sagte, dass die Aussicht auf höhere Zinsen bedeute, dass die Marktstimmung wahrscheinlich fragil bleiben werde.