Eine im Jahr 2022 eingeführte vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer läuft regulär im September aus, was die Kraftstoffpreise um 5 Pence (6,6 Cent) pro Liter verteuern würde. Die britischen Regierungen haben diese Senkung jedoch wiederholt verlängert, zuletzt im Jahresbudget im November. Laut 'Sun' schickt sich Reeves nun an, diesen Schritt erneut zu vollziehen.
Die Zeitung zitierte einen Regierungsinsider mit den Worten: 'Man hat sich mit der Kraftstoffsteuer befasst.'
Auf Anfrage zu dem Bericht erklärte ein Sprecher des britischen Finanzministeriums: 'Spekulationen werden von uns nicht kommentiert.'
Die weltweiten Ölpreise sind seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um rund 60 % gestiegen.
Premierminister Keir Starmer und Reeves haben beide betont, wie wichtig die Senkung der Lebenshaltungskosten sei - ein Thema, das laut Umfragen für die Wähler von zentraler Bedeutung ist. Dennoch stellt die Kraftstoffsteuer eine wichtige Einnahmequelle dar, die im vergangenen Geschäftsjahr 24 Milliarden Pfund einbrachte.
Die britische Haushaltsbehörde stützt ihre Prognosen auf die offizielle Regierungslinie einer Steuererhöhung, gab jedoch im März zu bedenken, dass bei einer Fortsetzung der bisherigen Praxis - dem Verzicht auf Erhöhungen - in den kommenden Jahren ein jährliches Steuerdefizit von 3,6 Milliarden Pfund entstehen würde.
Die Kurse britischer Staatsanleihen brachen am Freitag ein, wodurch die 10-jährigen Kreditkosten auf den höchsten Stand seit 2008 kletterten. Dies ist teilweise auf die Besorgnis der Anleger zurückzuführen, dass eine parteiinterne Herausforderung Starmers ihn entweder zu höheren Ausgaben veranlassen oder zu seiner Ablösung durch einen linkeren Vertreter der Labour-Partei führen könnte.
(1 $ = 0,7507 Pfund)




















