London, 10. Feb (Reuters) - Apple und Google beugen sich dem Druck der britischen Wettbewerbshüter und sagen fairere und transparentere Regeln für ihre App-Stores zu. Dies teilte die britische Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) am Dienstag mit. Die Behörde hatte die beiden US-Technologiekonzerne im Oktober als Unternehmen mit "strategischem Marktstatus" bei Smartphones eingestuft. Dies verleiht ihr die Befugnis, zur Stärkung des Wettbewerbs konkrete Änderungen zu verlangen. In Großbritannien laufen fast alle Smartphones entweder mit Apples iOS- oder Googles Android-Betriebssystem.
Den neuen Verpflichtungen zufolge werden die Konzerne Apps künftig auf eine faire, objektive und transparente Weise prüfen, erklärte die CMA. Entwickler sollen zudem Zugang zu mehr Funktionen von Apples iOS erhalten, um konkurrierende Produkte zu schaffen. Als Beispiele nannte die Behörde digitale Geldbörsen oder Live-Übersetzungen. Apple erklärte, man stehe in jedem Markt in einem harten Wettbewerb. "Die heute angekündigten Verpflichtungen ermöglichen es Apple, weiterhin wichtige Innovationen bei Datenschutz und Sicherheit für die Nutzer voranzutreiben", teilte der Konzern mit. Google erklärte, man halte die eigenen Praktiken zwar bereits für fair, begrüße jedoch die Möglichkeit, die Bedenken der Behörde gemeinsam auszuräumen.
(Bericht von Paul Sandle und Sam Tabahriti; geschrieben von Anneli Palmen, redigiert von Ralf BanserBei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)




















