Die britischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag im Zuge einer breit angelegten Rallye Kursgewinne. Wachsende Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA drückten die Rohölpreise nach unten, was sowohl dem Blue-Chip-Index als auch den Midcaps zu einem wöchentlichen Plus verhalf.

Der Leitindex FTSE 100 schloss 1,6% höher bei 10.471,7 Punkten und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 27. Mai. Der Midcap-Index FTSE 250 kletterte ebenfalls um 1,6% – der stärkste prozentuale Tagesgewinn seit über fünf Wochen.

o Beide Indizes verbuchten auf Wochensicht ein Plus von über 1%.

o Eine westliche Quelle erklärte gegenüber Reuters, dass bei einer Einigung über die Formulierungen das Memorandum bereits am Sonntag von US-Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentssprecher Mohammed Baqer Qalibaf unterzeichnet werden könnte. Genf gilt derzeit als wahrscheinlichster Austragungsort.

o Die meisten Subindizes des FTSE 350 notierten im grünen Bereich, mit Ausnahme des Energiesektors, der nach einem Rückgang der Ölpreise um mehr als 3% um 1,8% nachgab.

o Der Subindex für Reisen und Freizeit, der ölpreissensible Fluggesellschaften umfasst, legte um 3,9% zu. Die British-Airways-Mutter IAG und der Billigflieger Wizz Air Holdings gehörten zu den größten Gewinnern.

o Schwergewichtige Bankenwerte sprangen um 4,2% nach oben, während der Sektor Luftfahrt und Verteidigung um 2,2% zulegte.

o McBride brachen um 14,6% ein, nachdem der Hersteller von Eigenmarken-Reinigungsprodukten davor gewarnt hatte, dass die Gewinne in den nächsten zwei Jahren hinter den Erwartungen zurückbleiben würden.

o Die britische Wirtschaft schrumpfte im April um 0,1%, was laut dem Office for National Statistics (ONS) den ersten monatlichen Rückgang seit August 2025 darstellt.

o „Wir hatten eine Wachstumsverlangsamung als Reaktion auf den Energieschock erwartet, und die April-Daten beginnen dies anzudeuten. Wir rechnen mit einer weiteren Schwäche bei den konsumnahen Ausgaben, da die Inflation steigt und die Realeinkommen dämpft“, so die Analysten von J.P. Morgan in einer Mitteilung.

o Unabhängig davon stiegen die langfristigen Inflationserwartungen der britischen Öffentlichkeit im vergangenen Monat auf ein Rekordhoch, wie die vierteljährliche Umfrage der Bank of England zur Inflationseinstellung am Freitag ergab.