Der belgische Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev hat im ersten Quartal erstmals seit 2023 wieder mehr Getränke verkauft. Das Wachstum bei führenden Biermarken wie Corona und Michelob Ultra beendete eine langanhaltende Durststrecke beim Absatzvolumen.

Die Aktien des weltweit wertvollsten Brauers notierten um 11:41 Uhr GMT fast 7% höher, nachdem das Unternehmen zudem Umsatz- und Gewinnzahlen vorlegte, die deutlich über den Prognosen lagen. Das Absatzvolumen, für das eigentlich ein Rückgang erwartet worden war, stieg stattdessen um 0,8%.

Damit schließt AB InBev zu den Wettbewerbern auf, die in den vergangenen Wochen ebenfalls ihr erstes Absatzplus seit mindestens einem Jahr gemeldet hatten.

'Ein Prosit auf das Bier', erklärte CEO Michel Doukeris in einer Stellungnahme und fügte hinzu, dass die Performance die Widerstandsfähigkeit der Kategorie trotz schwächerer Nachfrage in Schlüsselmärkten widerspiegele.

AB InBev gab an, dass seine globalen Top-Marken, einschließlich hochpreisiger Labels wie Corona und Stella Artois, zur Umsatzsteigerung beigetragen haben. Auch der Vorstoß in das Segment der Nicht-Bier-Getränke zahlte sich aus: Die Umsätze dieser Marken, darunter die Dosen-Cocktail-Marke Cutwater, sprangen um 37% nach oben.

Der Brauer übertraf laut Analysten zudem die Erwartungen in Mexiko, einem entscheidenden Markt, wo man Heineken und andere Konkurrenten hinter sich ließ und von der zeitlichen Lage des Osterfestes profitierte.

Finanzvorstand Fernando Tennenbaum sagte gegenüber Reuters, er bleibe hinsichtlich der Absatzmengen optimistisch, trotz neuer Risiken wie dem Iran-Krieg, der die Nachfrage dämpfen und die Preise für Vorprodukte wie Düngemittel und Aluminium für Dosen in die Höhe treiben könnte.

'Wir sehen die Volumina im Markt weiterhin auf einem guten Weg', sagte er und verwies auf bevorstehende Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft.

AB INBEV WILL 2026 BESSER ABSCHNEIDEN ALS DER MARKT

Investoren setzen darauf, dass 2026 ein besseres Jahr für Brauereien wird, nachdem ein schwieriges Jahr 2025 von hohen Lebenshaltungskosten, sich ändernden Trinkgewohnheiten, stärkerem Wettbewerb durch Bieralternativen und schlechtem Wetter geprägt war.

AB InBev hat angekündigt, in diesem Jahr trotz dieser Herausforderungen besser abzuschneiden als Rivalen wie Heineken und Carlsberg.

Siphelele Mdudu, Analyst beim AB InBev-Investor Matrix Fund Managers, sagte, das Unternehmen habe die Strategie, Ressourcen auf eine Handvoll globaler Schlüsselmarken zu konzentrieren, gut umgesetzt.

'Sie haben (diese Strategie) richtig gewählt; das kann man ihnen nicht absprechen', sagte er.

AB InBev meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen organischen Anstieg des Betriebsergebnisses um 5,3% und übertraf damit die Analystenerwartungen von 2,6% Wachstum.