BP hat sich bereit erklärt, sein US-amerikanisches Onshore-Windgeschäft an das in den USA ansässige Unternehmen LS Power zu verkaufen. Dies ist Teil der laufenden Desinvestitionsstrategie des Energieunternehmens, wie BP am Freitag mitteilte. Der Wert der Transaktion wurde nicht offengelegt.
bp Wind Energy wird künftig unter Clearlight Energy, der auf Energie- und Strominvestitionen spezialisierten Tochtergesellschaft von LS Power, geführt und betrieben.
In den vergangenen Monaten stand BP wegen schwacher Ergebnisse zunehmend unter Druck von Investoren. Dies führte zu einer strategischen Neuausrichtung: Das Unternehmen versprach, Schulden abzubauen, den Cashflow zu erhöhen und sich nach einem wenig erfolgreichen Ausflug in erneuerbare Energien wieder stärker auf Öl und Gas zu konzentrieren.
BP strebt bis Ende dieses Jahres Veräußerungen im Wert von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar an. Insgesamt sollen laut CEO Murray Auchincloss bis 2027 Vermögenswerte im Wert von 20 Milliarden US-Dollar verkauft werden.
„Das Fehlen eines Kaufpreises in der Pressemitteilung ist angesichts der möglichen Größenordnung des Geschäfts ungewöhnlich“, kommentierte HSBC-Analystin Kim Fustier.
„Dies könnte darauf hindeuten, dass das Portfolio weniger wert ist als die üblichen Multiplikatoren für Onshore-Windanlagen“, so Fustier weiter. Sie fügte hinzu, dass möglicherweise eine weitere Veräußerung notwendig sein werde, um das diesjährige Veräußerungsziel zu erreichen.
Bereits im März hatte BP eine Vereinbarung mit Apollo Global Management getroffen, um seinen Anteil an einem Unternehmen, das in die TANAP-Gaspipeline zwischen Aserbaidschan und der Türkei investiert ist, für eine Milliarde US-Dollar zu verkaufen.
Der jetzt vereinbarte Deal umfasst laut BP zehn in Betrieb befindliche Windkraftanlagen mit einer gemeinsamen Bruttoleistung von 1,7 Gigawatt.
Durch die Übernahme steigt die Betriebsflotte von Clearlight Energy laut LS Power auf etwa 4.300 Megawatt an.
Die Aktien des in London notierten Unternehmens legten um 1,9 % zu, während auch andere Energieunternehmen von steigenden Ölpreisen profitierten.

















