Bosch, der weltweit größte Automobilzulieferer, gab am Donnerstag bekannt, dass er für 2026 mit höheren Umsätzen und einer verbesserten Rentabilität rechne. Dabei setzt das Unternehmen auf Investitionen in neue Technologien sowie auf positive Effekte aus strukturellen Maßnahmen, einschließlich des Stellenabbaus.

Der deutsche Konzern prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum zwischen 2% und 5%, nach einem Plus von 0,7% im vergangenen Jahr. Die operative Umsatzrendite soll auf 4% bis 6% steigen, verglichen mit 2,0% im Jahr 2025.

Bosch-Chef Stefan Hartung gab sich optimistisch und betonte, das Unternehmen positioniere sich durch Investitionen in Schlüsseltechnologien für profitables Wachstum.

"Wir sind entschlossen, die Trends Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz mitzugestalten", erklärte Hartung in einer Mitteilung und bezeichnete 2026 als ein "Jahr des Fortschritts".

Diese Strategie spiegelt sich in weiterhin hohen Investitionen wider. Im vergangenen Jahr wendete Bosch rund 12 Milliarden Euro (14 Milliarden Dollar) für Forschung und Entwicklung sowie für Sachinvestitionen auf. Das Unternehmen kündigte an, dass die Vorleistungen in zukunftsträchtigen Bereichen auch in den kommenden Jahren auf einem ähnlich hohen Niveau bleiben werden.

Die Jahresziele wirken zuversichtlich im Vergleich zu den deutschen Wettbewerbern Schaeffler, Continental und ZF Friedrichshafen, die aufgrund der volatilen Nachfrage und der Marktbedingungen für 2026 weitgehend stabile Ergebnisse in Aussicht gestellt haben.

Bosch warnte jedoch auch davor, dass das allgemeine Umfeld herausfordernd bleibe. Es wird erwartet, dass die schwache wirtschaftliche Lage angesichts geopolitischer Unsicherheiten sowie des anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdrucks fortbesteht.

Vor diesem Hintergrund blieben die Umsätze des Unternehmens im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Währungsbereinigt stiegen sie um 5%.

Bosch hat die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Stellenabbau an den deutschen Standorten der Mobility-Sparte abgeschlossen und wird die Veränderungen "so schnell und konsequent wie nötig" umsetzen können, so Hartung.

Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den Abbau von 13.000 Stellen aufgrund erheblicher Überkapazitäten und eines Nachfragerückgangs angekündigt.

Durch diese Reduzierungen strebt Bosch an, seine Wettbewerbsposition angesichts des wachsenden Preisdrucks zu verbessern.

($1 = 0,8491 Euro)