Gewinner

Universal Music Group (+14%): Pershing Square hat ein unverbindliches Angebot zur Übernahme des gesamten Kapitals des Musikkonzerns durch eine Fusion mit Pershing Square SPARC Holdings vorgelegt. Die Offerte bewertet Universal mit rund 30,40 EUR pro Aktie.

Vivendi (+10%): Der Titel legt nach der Bekanntgabe des Angebots für die ehemalige Tochtergesellschaft UMG deutlich zu. Der Markt spekuliert auf die Bewertung der Beteiligung des Medienkonzerns an dem Projekt. Bolloré folgt dem Aufwärtstrend (+8%).

BW Energy (+5%): Erhält eine Lizenzverlängerung für das Offshore-Projekt Dussafu in Gabun. Die Vereinbarung mit dem Ministerium für Erdöl und Gas verschiebt die Frist von 2028 auf 2053 und sichert die langfristige Ausbeutung dieses Blocks, bei dem das Unternehmen mit einer Beteiligung von 73,5% als Betreiber fungiert.

Yara (+4%): Der Mineraldüngerhersteller profitiert von einer positiven Empfehlung durch Pareto Securities. Der Analyst hebt sein Votum von "Halten" auf "Kaufen" an und erhöht das Kursziel von 465 NOK auf 650 NOK.

Lifco (+2%): Das Industriekonglomerat legt nach der Ankündigung der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Metalltech, einem Entwickler und Hersteller von Streckmetall für die Architektur, zu. Diese Akquisition stärkt den Geschäftsbereich Systems Solutions von Lifco.

Verlierer

ASML Holding (-4%): Der weltweit führende Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie leidet unter dem Gesetzentwurf "MATCH Act". Dieser zielt darauf ab, die Dominanz der USA im Bereich der künstlichen Intelligenz durch eine Verschärfung der Beschränkungen für den Export von Hochtechnologie-Ausrüstung nach China zu sichern.

Leonardo (-4%): Hin- und hergerissen zwischen einem Nahostkonflikt, dessen Ende sich abzuzeichnen scheint, und dem für Mai geplanten Führungswechsel, hat der italienische Luftfahrt- und Verteidigungsriese Leonardo Mühe, sich zu behaupten. Angesichts dieses Gegenwinds macht sich Unsicherheit unter den Anlegern breit und belastet den Aktienkurs.

Stellantis (-3%): Die ohnehin geschwächte italienisch-französische Gruppe Stellantis gerät durch Druck aus Ottawa unter Zugzwang. Der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne hat den Automobilhersteller zur Ordnung gerufen und gefordert, dass er seine Zusagen in Bezug auf Investitionen und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Kanada einhält. Diese deutliche Mahnung rückt den Titel unter verschärfte Beobachtung.

Worldline (-3%): Die Talfahrt von Worldline setzt sich fort, nachdem das Unternehmen die Unterstützung von Bernstein verloren hat. Obwohl das Analysehaus seine Empfehlung auf "Market Perform" belässt, wurde das Kursziel drastisch von 2,70 EUR auf nur noch 0,35 EUR gesenkt. Diese Herabstufung verdeutlicht das Misstrauen der Analysten gegenüber dem Spezialisten für elektronischen Zahlungsverkehr.