Der schwedische Bergbaukonzern Boliden rechnet damit, dass die Investitionen im Jahr 2026 auf 15 Milliarden schwedische Kronen sinken werden. Davon entfallen 6,5 Milliarden Kronen auf Investitionen in Abraumförderung, Aufbereitung und laufende Dammerhöhungen (mine sustaining). Die gesamten Investitionen für 2025 und 2026 beinhalten auch bestimmte Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit dem Odda-Projekt. Zudem kündigt das Unternehmen einen positiven Einmaleffekt im vierten Quartal an.
Dies teilte Boliden in seiner finanziellen Prognose für das Jahr 2026 mit.
,,Höhere Erzgehalte in unseren Tagebauen sowie die Inbetriebnahme strategisch wichtiger Projekte stimmen uns für 2026 zuversichtlich. In Somincor und Zinkgruvan wurden zudem intensivierte Explorationsprogramme gestartet, bei denen wir fest von einer langfristigen Wertschöpfung überzeugt sind", erklärte Mikael Staffas, Präsident und CEO von Boliden.
Neben den Kapitalinvestitionen gibt das Unternehmen folgende Prognosen:
In Aitik werden die Erzgehalte in der zweiten Jahreshälfte steigen, was zu einem durchschnittlichen Kupfergehalt von 0,18 Prozent für das Gesamtjahr führt. Die Durchsatzmenge bleibt aufgrund von Diorit weiterhin begrenzt, soll jedoch auf 41 Millionen Tonnen steigen.
Im Boliden-Gebiet wird der Goldgehalt etwas niedriger als im laufenden Jahr erwartet, während der Durchsatz auf 1,8 Millionen Tonnen steigen soll.
Garpenberg hat eine erweiterte Umweltgenehmigung erhalten. Obwohl diese angefochten werden kann, darf Boliden die Produktion während eines eventuellen Einspruchsverfahrens erhöhen. Der Durchsatz soll auf 3,7 Millionen Tonnen steigen. Der Zinkgehalt wird auf 2,9 Prozent geschätzt, der Silbergehalt auf 95 g/Tonne.
Für Kevitsa wird erwartet, dass die Erhöhung der Bergwerkssteuer die Kosten um 20-30 Millionen Euro steigen lässt. Der Kupfergehalt wird auf 0,24 Prozent steigen, während Nickelgehalt und Durchsatz gegenüber dem laufenden Jahr unverändert bleiben.
Die Inbetriebnahme des Erweiterungsprojekts in Odda verzögert sich um zwei Monate; die erste Produktion wird für das erste Quartal erwartet.
Die Auswirkungen geplanter Wartungsstillstände im Geschäftsbereich Schmelzwerke auf das Betriebsergebnis werden auf -450 Millionen Kronen geschätzt.
Weiterhin informiert das Unternehmen über eine Anpassung der Bewertung der Ausbeuten in Rönnskär im vierten Quartal 2025.
In Rönnskär steht eine endgültige Bewertung der Metallrückgewinnung in der zerstörten Elektrolyseanlage kurz vor dem Abschluss. Gleichzeitig wurde die erwartete Ausbeute in den neuen Materialflüssen angepasst. Insgesamt wird erwartet, dass dies das Betriebsergebnis im vierten Quartal dieses Jahres mit einem positiven Einmaleffekt von rund 400 Millionen Kronen beeinflussen wird.
Boliden AB ist Europas drittgrößter Zink- und Kupferproduzent. Der Konzern ist außerdem in den Bereichen Metallguss, Veredelung und Recycling tätig. Boliden AB produziert auch Gold, Silber und Blei. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Metallproduktion und -verarbeitung (96 %); - Metallgewinnung (4 %): hauptsächlich Zink und Kupfer. Ende 2024 verfügte der Konzern über fünf Bergwerke in Schweden (3), Finnland und Irland. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Schweden (4 %), Finnland (10,2 %), nordische Länder (0,6 %), Deutschland (19 %), Vereinigtes Königreich (16,5 %), Europa (44,7 %), Nordamerika (0,1 %) und Sonstige (4,9 %).