Das Bergbauunternehmen Boliden hat bei der EU-Kommission einen Antrag gestellt, dass das Nautanen-Vorkommen als strategisches Projekt gemäß der EU-Verordnung über kritische Rohstoffe ausgewiesen wird. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor.
Das Kupfervorkommen Nautanen befindet sich in Norrbotten, 15 km nordwestlich der Kupfermine Aitik. Frühere Studien und Explorationsergebnisse deuten darauf hin, dass Potenzial für eine unterirdische Mine als Satellit zur Aitik-Mine besteht, wobei bestehende industrielle Infrastruktur wie Aufbereitungsanlagen und Abfallentsorgungsanlagen genutzt werden könnten. Boliden sieht die Möglichkeit, in eine unterirdische Mine zu investieren, einschließlich einer Zufahrtsrampe, um die Mine aus der Entfernung zu erreichen und so die Umweltbelastung zu minimieren.
Die geschätzte jährliche Produktion von gefördertem Rohmaterial in Nautanen liegt bei 2-3 Millionen Tonnen pro Jahr, mit einer geplanten Lebensdauer der Mine von 20 Jahren. Machbarkeitsstudien des Vorkommens laufen weiterhin und werden den endgültigen Betrieb bestimmen. Je nach Genehmigung, die noch nicht erteilt wurde, wird mit einem Produktionsbeginn Anfang der 2030er Jahre gerechnet.
Die EU-Kommission wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 das Ergebnis der Bewertung der eingereichten Anträge bekannt geben.
Boliden AB ist Europas drittgrößter Zink- und Kupferproduzent. Der Konzern ist außerdem in den Bereichen Metallguss, Veredelung und Recycling tätig. Boliden AB produziert auch Gold, Silber und Blei. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Metallproduktion und -verarbeitung (96 %); - Metallgewinnung (4 %): hauptsächlich Zink und Kupfer. Ende 2024 verfügte der Konzern über fünf Bergwerke in Schweden (3), Finnland und Irland. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Schweden (4 %), Finnland (10,2 %), nordische Länder (0,6 %), Deutschland (19 %), Vereinigtes Königreich (16,5 %), Europa (44,7 %), Nordamerika (0,1 %) und Sonstige (4,9 %).