Rohöl und der Dollar legten am Dienstag zu, während die US-Aktienmärkte nachgaben. Anleger reagierten verunsichert auf Signale aus Washington und Teheran, wonach Friedensgespräche noch nicht bestätigt wurden. Dies geschieht einen Tag vor Ablauf der US-iranischen Waffenstillstandsfrist, die Präsident Donald Trump nach Handelsende verlängerte.

In meiner heutigen Kolumne untersuche ich, warum der chinesische Wechselkurs möglicherweise nicht so chronisch unterbewertet ist, wie viele Analysten behaupten. Zwar sind Chinas Außenhandelsüberschüsse groß und verschärfen die globalen Ungleichgewichte, doch wird dies zu einem großen Teil durch die massiven Kapitalabflüsse in der chinesischen Finanzbilanz ausgeglichen.

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Falls Sie mehr Zeit zum Lesen haben, finden Sie hier einige Artikel, die ich Ihnen empfehle, um das heutige Marktgeschehen besser einordnen zu können.

1. Iran noch unentschlossen bezüglich Teilnahme an Gesprächen, während die Frist für den Waffenstillstand abläuft

2. Warsh betont, er habe Trump keine Zinssenkungsversprechen gegeben; plant "robuste" Fed-Reformen

3. Rekordanstieg bei Benzineinnahmen kurbelt US-Einzelhandelsumsätze an, doch Schwäche zeichnet sich ab

4. Kann Europa seinen Sparpuffer gegenüber den USA nutzen?: Mike Dolan

5. EXKLUSIV - Meta beginnt mit der Erfassung von Mausbewegungen und Tastaturanschlägen der Mitarbeiter für KI-Trainingsdaten

Die wichtigsten Marktbewegungen des Tages

* AKTIEN: Asien legt zu. KOSPI auf Achterbahnfahrt - erreicht neues Hoch, jetzt +26% im April, auf Kurs für den besten Monat seit 1998. Europa verliert ca. 1%. Die drei großen Wall-Street-Indizes -0,6%.

* SEKTOREN/AKTIEN: Fast alle S&P 500-Sektoren geben nach, nur Energie im Plus. Sechs Sektoren fallen um 1% oder mehr, Energie +1,3%. Fluggesellschaften -1,7%, American Airlines den zweiten Tag in Folge -4%, United nachbörslich -3%. Apple -2,5%.

* DEVISEN: Dollar fest. Euro größter Verlierer unter den G10-Währungen; CLP, ZAR und HUF unter den schwächsten Schwellenländerwährungen.

* ANLEIHEN: JGB-Renditen sinken, europäische Renditen steigen. US-Renditen am kurzen Ende +9 Basispunkte, was die stärkste Abflachung der Zinskurve seit zwei Wochen bewirkt.

* ROHSTOFFE/METALLE: Öl +3%, Gold -2%.

Themen des Tages

* Duell auf dem Capitol Hill

Die Bestätigungsanhörung des nominierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh verlief kontrovers. Er machte die Zentralbank für den Inflationsschub nach der Pandemie verantwortlich, wehrte Fragen von Senatoren zu Trumps Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen ab und weigerte sich, direkt zu bestätigen, dass Trump die Wahl 2020 verloren hat.

Sollte Warsh bestätigt werden, könnte der Fed ein erheblicher Wandel bevorstehen - er forderte einen "Regimewechsel", einschließlich eines neuen "Rahmenwerks" zur Inflationskontrolle und einer möglichen Neugestaltung der Öffentlichkeitsarbeit. Die Unabhängigkeit der Geldpolitik bleibe jedoch "essenziell", so Warsh.

* Trumps Kunst des ... No-Deal?

Trump ist nicht dafür bekannt, seine Meinung über Unternehmen des Privatsektors oder deren Führungskräfte für sich zu behalten. Mehrere CEOs und Manager sind bereits in sein Visier geraten, was oft zu deutlichen Kursbewegungen in beide Richtungen führte.

Am Dienstag stand der Luftfahrtsektor im Rampenlicht: Trump sprach sich gegen eine potenzielle Fusion von United und American aus und erklärte zudem, er fände es gut, wenn "jemand Spirit Airlines kaufen würde", das sich derzeit im Insolvenzverfahren befindet.

* Apple schwächelt

Apropos Umbruch: Apple sorgte am späten Montag für Schlagzeilen mit der Nachricht, dass CEO Tim Cook im September zurücktritt, um den Posten des Executive Chairman zu übernehmen. Sein Nachfolger wird der langjährige Apple-Manager John Ternus. Die Aktie fiel am Dienstag um 2,5% - der stärkste Rückgang seit zwei Monaten, kurz vor Beginn des Iran-Krieges.

Der Fokus liegt nun darauf, wie Ternus das Thema KI angeht. Analysten merkten an, dass die Pressemitteilung zu seiner Nachfolge KI mit keinem Wort erwähnte. Bedeutet dies, dass Apple KI-Funktionen eher in bestehende Geräte integrieren will, anstatt ein einzelnes, transformatives Produkt zu entwickeln? In einer Welt, in der Innovation alles ist, könnte dies ein riskantes Unterfangen sein.

Was könnte die Märkte morgen bewegen?

* Entwicklungen im Nahen Osten

* Bewegungen am Energiemarkt

* Japanischer Außenhandel (März)

* Erzeugerpreisinflation in Südkorea (März)

* Zinsentscheidung in Indonesien

* Zinsentscheidung in der Türkei

* Erzeuger- und Verbraucherpreisinflation im Vereinigten Königreich (März)

* Verbrauchervertrauen in der Eurozone (April)

* Reden von EZB-Vertretern, darunter Präsidentin Christine Lagarde sowie die Direktoriumsmitglieder Philip Lane, Piero Cipollone, Sharon Donnery und Frank Elderson

* US-Finanzministerium versteigert 20-jährige Anleihen im Wert von 13 Milliarden Dollar

* Anstehende US-Quartalszahlen: Tesla, Lam Research, GE Vernova, IBM, AT&T, Texas Instruments, Boeing

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Die geäußerten Meinungen sind die des Autors. Sie spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das gemäß den Trust Principles zu Integrität, Unabhängigkeit und Objektivität verpflichtet ist.