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| Tops / Flops der Woche |
TOPS - EUROPA Ceres Power +26.01%: Die von dem britischen Unternehmen hergestellten Brennstoffzellen dienen neuerdings der Energieversorgung von Rechenzentren. Delta Electronics fertigt sie in Lizenz, und Centrica setzt sie in Großbritannien und Kontinentaleuropa in Rechenzentren und energieintensiven Branchen ein, die eine netzunabhängige Stromerzeugung anstreben. Sopra Steria +17.78%: Der französische Markt hat für den Digitaldienstleister die sprichwörtlichen Kastanien aus dem Feuer geholt. Im Heimatmarkt wuchs der Konzern im 1. Quartal organisch um 7,2%. Die Bereiche Luftfahrt, Transport und öffentlicher Sektor übertrafen die Erwartungen deutlich. Nexans +14.98%: Mit der Übernahme von Republic Wire für 723 Mio. EUR richtet der französische Kabelhersteller seine Strategie auf die USA aus. Damit erschließt sich Nexans den vom Boom der Rechenzentren getragenen US-Niederspannungsmarkt. Berenberg und JPMorgan hoben daraufhin ihre Kursziele an. SIG Group +14.87%: Für den Schweizer Verpackungshersteller war das 1. Quartal alles andere als eine Mogelpackung: Die operative Marge erreichte 13,4% (Vorjahr: 12,8%) und der Nettogewinn stieg um 8,5%. Der Bestandsaufbau der Kunden im Nahen Osten zerstreut die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen des regionalen Konflikts. Thyssenkrupp +14.34%: Vier Jahre nach dem Verkauf der Aufzugssparte geht es für den deutschen Mischkonzern erneut aufwärts. Thyssenkrupp könnte dank seiner Restbeteiligung an TK Elevator im Zuge der Übernahme durch Kone 3,4 Mrd. EUR einstreichen. Adidas +8.18%: Der deutsche Sportartikelhersteller legte zuletzt eine fulminante Performance hin. Nachdem das 1. Quartal die Erwartungen weit übertroffen hatte, kletterte die Aktie um 7%. Der Bekleidungsbereich und das Direct-to-Consumer-Geschäft wuchsen um 31% bzw. 14% - ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Unternehmen seine Margen gegenüber den Händlern wieder unter Kontrolle hat. Amundi +7.52%: Bei dem französischen Vermögensverwalter geben ETFs den Takt vor. Die Nettozuflüsse erreichten im 1. Quartal ein Rekordvolumen von 32 Mrd. EUR. Erwartet worden war weniger als die Hälfte. Allein die ETF-Plattform sammelte 16 Mrd. EUR ein. Capgemini +3.94%: Der Konzern für digitale Dienstleistungen verzeichnete auf Basis konstanter Wechselkurse ein Wachstum von 11%. Besonders starke Zuwächse von über 20% generierte Capgemini im 1. Quartal in Nordamerika und Großbritannien. FLOPS - EUROPA RTL Group -12.9%: Der Medienkonzern schüttete eine außergewöhnlich hohe Dividende von rund 5,50 EUR je Aktie aus. Daraus resultierte praktisch zwangsläufig ein starker Kursrückgang. Universal Music Group #VARIA_127080831##: Der Konzern vermeldete für das 1. Quartal einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum unveränderten Umsatz. Zudem will der Marktführer im Musik-Entertainment 50% seiner Beteiligung an Spotify veräußern und damit sein Portfolio optimieren. Stellantis -9.19%: Die vom Automobilhersteller veröffentlichten Geschäftsergebnisse wurden von den Analysten von Oddo BHF als durchwachsen eingestuft. In Nordamerika enttäuschte Stellantis mit einer Marge von nur 1,6%, die um zollbedingte Sondereffekte bereinigt sogar ins Minus rutschte. Die Zahlen untermauern die These, dass die Erholung des Konzerns wohl noch geraume Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Technip Energies +0.1%: Das französische Unternehmen sah sich gezwungen, seine Finanzprognosen für das Jahr 2026 nach unten zu korrigieren. Als Begründung wurden die mit den Spannungen im Nahen Osten verbundenen negativen Effekte auf die Durchführung bestimmter Projekte genannt. Die daraus resultierenden Einbußen beim Jahresumsatz werden laut Invest Securities auf 500 bis 600 Mio. EUR geschätzt. Pernod Ricard -4.21%: Nachdem das Unternehmen den Abbruch der Gespräche mit Brown-Forman über einen Zusammenschluss vermeldet hatte, ging es für den Titel bergab. Laut Alphavalue ist der Deal, der einen der bedeutendsten Konsolidierungsschritte in der Geschichte der Spirituosenbranche besiegelt hätte, an unterschiedlichen Auffassungen zur Unternehmensführung gescheitert. TOPS - USA Centene +27.55%, Bloom Energy +25.67%, NXP Semiconductor +20.98%, Intel +20.69%: Die Quartalszahlen dieser Unternehmen stießen diese Woche am Markt auf ein positives Echo. FLOPS - USA Rambus -29.34%, Teradyne -17.38%, Robinhood -13.04%, SoFi Technologies -10.9%: Die Geschäftszahlen der Unternehmen lösten bei den Anlegern alles andere als Wohlgefallen aus. Brown-Forman -9.75%: Der Inhaber der Marke Jack Daniel's hat das Projekt des Zusammenschlusses mit dem französischen Mitbewerber Pernod Ricard gestoppt. Die Transaktion hätte der bereits angeschlagenen Aktie neuen Auftrieb geben können, doch auch auf europäischer Seite reagierte der Markt ungnädig. |
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| Rohstoffe |
Energie: Vor zwei Wochen kündigte Iran die Wiederöffnung der Straße von Hormus an und Donald Trump erklärte den Sieg. Seither steigt der Ölpreis unaufhaltsam. Vergangene Woche erreichte er bei über 125 USD für ein Barrel der Referenzsorte Brent den höchsten Stand seit 2022. Da die Meerenge nun neben dem Iran auch durch die USA blockiert wird, ist die Straße von Hormus dicht. Auch die diplomatischen Bemühungen stecken in einer Sackgasse. Beide Parteien scheinen zu meinen, dass sie auf Zeit spielen und den Gegner so zu Zugeständnissen zwingen können. Auch die überraschende Bekanntgabe des Austritts der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC führte nicht gerade zu einer Entspannung der Lage. Das Land ist mit dieser Entscheidung nun nicht mehr an die Förderquoten des Ölkartells gebunden und kann seine Fördermenge erhöhen. Metalle: Nickel konnte sich diese Woche gut behaupten und erreichte das höchste Niveau seit Ende Januar. Zugute kamen dem roten Metall die Prognosen der International Nickel Study Group, die seit 2021 erstmals mit einem Jahresangebotsdefizit rechnet. Ursächlich hierfür ist die Entscheidung Indonesiens, des weltweit größten Nickelproduzenten, die Förderquoten in seinen Minen zu kürzen. Für die anderen Industriemetalle ging es angesichts der Sorgen über die Entwicklung des Welthandels, nicht zuletzt aufgrund des fortgesetzten Irankonflikts, auf Talfahrt. Zink und Aluminium traf es besonders hart. Auch Edelmetalle haben eine schwierige Woche hinter sich. Platin und Silber gaben um mehr als 5% nach. Agrarrohstoffe: Höhere Erdölpreise trieben den Preis von Zucker aufgrund der steigenden Nachfrage nach Bioethanol nach oben. Weizen beendete die Woche ebenfalls im Plus. Positive Auswirkungen hatten die Trockenheit in den Great Plains und der durch die Spannungen rund um die Straße von Hormus befeuerte Ölpreisanstieg. Die Exportnachfrage ist allerdings weiterhin verhalten. Die Käufer hoffen auf eine mögliche Entspannung im Irankonflikt und warten ab, während Weizen aus der Schwarzmeerregion den Welthandel dominieren dürfte. |
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| Makroökonomie |
Marktstimmung: Wichtige Faktoren waren diese Woche zum einen die Meldungen im Zusammenhang mit den Entscheidungen der weltweit führenden Zentralbanken (Japan, USA, Euroraum, Vereinigtes Königreich) und zum anderen die Ergebnisveröffentlichungen. Die Währungshüter hielten am Status quo fest, äußerten allerdings Sorgen vor einem Wiederaufflammen der Inflation aufgrund der Blockade der Straße von Hormus. Auf Unternehmensseite ist zu beachten, dass die Glorreichen Sieben etwa ein Viertel des Wertes des S&P 500 ausmachen. Die von ihnen veröffentlichten Zahlen werden daher besonders genau unter die Lupe genommen. Aktuell werfen vor allem die Investitionsausgaben oder genauer gesagt ihre erwartete Rentabilität Fragen auf. Die Price Action der jeweiligen Aktien wird ein guter Indikator für die Anlegerstimmung sein. Derweil bewegen sich die Anleiherenditen und der Ölpreis im Bereich ihrer Jahreshöchststände, während der Dollar vergeblich eine klare Richtung sucht. Kryptowährungen: Der April endete für den Bitcoin (BTC) mit einem dissonanten Schlussakkord. Nach vier aufeinanderfolgenden Wochen mit Kurszuwächsen gab die marktführende Kryptowährung seit Montag 3,3% ab und notierte zuletzt bei rund 76.000 USD. Über den Monat gerechnet fiel die Performance aber immer noch beachtlich aus, denn der BTC stieg um 11,4%. Damit war der April der beste Monat seit einem Jahr. Auch die Bitcoin-Spot-ETFs folgten diesem Trend: Sie verzeichneten im abgelaufenen Monat Nettozuflüsse von fast 2 Mrd. USD. Infolgedessen belief sich das verwaltete Gesamtvermögen auf rund 100 Mrd. USD, was 6,5% aller im Umlauf befindlichen BTC entsprach. Im April entwickelte sich der BTC nahezu im Gleichlauf mit dem Nasdaq 100. Der Korrelationskoeffizient zwischen dem BTC und dem Technologieindex lag im Monatsverlauf bei 0,8, wobei 1 einer perfekten positiven Korrelation und -1 einer perfekten negativen Korrelation entspricht. Der BTC landet also praktisch im selben "Korb" wie Nvidia, Apple, Alphabet, Meta & Co. Auch die anderen wichtigen Kryptowährungen entwickelten sich im April überwiegend positiv: Der Ether (ETH) stieg um 7,5% auf 2.260 USD, der Solana (SOL) verharrte bei 83 USD und der XRP legte um 2% auf 1,37 USD zu. |
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*Die Wochenperformance der Indizes und Aktien bezieht sich auf den Zeitraum von der Eröffnung der Märkte am Montag bis zur Erstellung dieses Newsletters am Freitag. Die Wochenperformance von Rohstoffen, Edelmetallen und Währungen bezieht sich auf den 7-Tage-Zeitraum von Freitag bis Freitag (bis zur Erstellung des Newsletters). Diese Vermögenswerte notieren auch an Wochenenden. |

































