DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt dürfte mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Donnerstag starten. Gestützt wird die Stimmung von den stark fallenden Ölpreisen. Sowohl WTI als auch Brent beenden die jüngste Aufwärtswelle mit Abschlägen von knapp 3 Prozent. Händler verweisen auf die kurzfristige Entspannung der Iran-Krise, weil es bisher offensichtlich doch keine Hinrichtungen von Demonstranten gab, eine Forderung von US-Präsident Donald Trump an das Mullah-Regime. Trump hat eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen.
Keine kurzfristige Entspannung ist im Konflikt zwischen den USA und Dänemark um Grönland auszumachen. Spitzenbeamte aus Dänemark und Grönland haben nach einem Besuch im Weißen Haus erklärt, dass sie Präsident Donald Trump nicht davon überzeugen konnten, seine Ambitionen zur Annexion Grönlands aufzugeben. Trump bekräftigte seine Position, wonach die USA Grönland aus Sicherheitsgründen benötigen.
Der DAX dürfte 0,3 Prozent fester bei 25.370 Punkten ins Rennen gehen nach einem Schluss von 25.286 Punkten am Vortag. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1637 Dollar, an den Anleihemärkten ziehen die Renditen moderat an. Auch die Preise der Edelmetalle fallen, am stärksten geht es für Silber mit einem Minus von knapp 4 Prozent nach unten. "Sollten die Ölpreise weiter fallen, dürften die Aktien der Ölkonzerne darunter leiden", so ein Marktteilnehmer.
Daneben setzt die Berichtssaison zunehmend Akzente. Starke Zahlen und ein starker Ausblick von TSMC könnten die Stimmung für Technologieaktien stützen. Für das neue Geschäftsjahr rechnet der Halbleiterkonzern mit einer deutlichen Beschleunigung des Umsatzwachstums auf rund 30 Prozent. Das liegt mindestens am oberen Rand der Erwartungen, die sich zuletzt auf eine Beschleunigung Richtung 25 bis 30 Prozent eingependelt haben. Am Nachmittag ergänzen dann Goldman Sachs und Morgan Stanley den Zahlenreigen aus der US-Bankenwelt. Impulse könnten auch vom Konjunkturindex der Notenbankfiliale in Philadelphia ausgehen, dem so genannten Philly-Fed.
Mit steigenden Kursen rechnet ein Marktteilnehmer bei Richemont. Der Umsatz ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs um 11 Prozent gestiegen, die Erwartung habe lediglich bei einem Plus von 7,5 Prozent gelegen, wie der Händler sagt. Er meint, die Zahlen dürften nicht nur Richemont weiter antreiben, sondern vermutlich den ganzen Sektor der Luxusgüterhersteller stützen. "Auch die guten chinesischen Außenhandelsdaten vom Mittwoch sind für die Branche ein Treiber", sagt er.
"Die Zahlen sind solide", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf Geberit. Der Netto-Umsatz des Bauzulieferers ist im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 4,8 Prozent gestiegen. Geberit deutet Marktanteilsgewinne an. "Das ist zumindest nicht negativ", so der Händler.
=== Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mi, 17:15 % YTD EUR/USD 1,1637 -0,1% 1,1645 1,1659 -0,9% EUR/JPY 184,51 +0,1% 184,34 184,43 +0,6% EUR/CHF 0,9319 +0,0% 0,9316 0,9311 +0,2% EUR/GBP 0,8659 -0,1% 0,8664 0,8665 -0,6% USD/JPY 158,56 +0,2% 158,29 158,19 +1,5% GBP/USD 1,3439 +0,0% 1,3438 1,3455 -0,3% USD/CNY 7,0070 -0,0% 7,0089 7,0052 -0,3% USD/CNH 6,9690 -0,0% 6,9708 6,9685 -0,0% AUS/USD 0,6683 +0,0% 0,6682 0,6683 +0,2% Bitcoin/USD 96.263,30 -0,7% 96.936,65 97.461,00 +6,6% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 60,21 62,02 -2,9% -1,81 +6,3% Brent/ICE 64,62 66,52 -2,9% -1,90 +7,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.608,51 4.626,45 -0,4% -17,95 +6,2% Silber 89,71 93,20 -3,7% -3,49 +21,9% Platin 2.009,01 2.054,73 -2,2% -45,72 +13,9% Kupfer 5,99 6,06 -1,0% -0,06 +5,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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January 15, 2026 02:08 ET (07:08 GMT)

















