DOW JONES--Börsianer rechnen mit einem leicht positiven Start in die neue Handelswoche. Der DAX wird bei 24.368 Punkten gesehen, etwa 0,3 Prozent höher als am Donnerstag. Der Tag könnte allerdings ruhig werden, da in London feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. Auch in China und Japan waren die Börsen geschlossen. Stimmungsmäßig noch positiv nachwirken dürften die erneut starken Quartalszahlen von Apple vom späten Donnerstag, auf die hierzulande erst heute reagiert werden kann. An der Fortsetzung der US-Rally gibt es daher wenig Zweifel, schließlich hatten auch die anderen Tech-Riesen starke Zahlen und vor allem eine Investitionsoffensive angekündigt. Dazu kommen starke Vorgaben aus Asien. Die technologielastige Börse in Seoul schoss regelrecht nach oben auf erneute Rekordhochs, auch Hongkong legt deutlich zu.
Das "Alte Europa" könnte von den Technologie-basierten Vorlagen aber eher wenig haben, weil es hier fast nur "alte Technologien" gebe, meint ein Teilnehmer. "Europa ist mit seiner industriellen Zusammensetzung wie Autos klar konjunkturabhängiger als die USA", sagt er. Daher seien im Tagesverlauf die Revisionen der Einkaufsmanagerindizes für Europa auch vergleichsweise wichtiger als für die USA. Im Blick haben die Akteure daneben den Sentix-Index für die deutsche Konjunktur.
Sorgen macht weltweit nach dem Energiepreisschock weiter das Gespenst der Stagflation. Im Fokus stehen daher umso mehr neue Umfragen der EZB zu den Inflationserwartungen. Dazu kommt der EZB-Jahresbericht.
Tendenziell für etwas Zuversicht sorgen Pläne von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA damit beginnen wollen, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu leiten. Details nannte er allerdings nicht und der Iran warnte umgehen, dass dies ein Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarung wäre. Bei den Ölpreisen tut sich derweil wenig. Brent-Öl verbilligt sich nur leicht auf gut 107 Dollar.
Autowerte werden unter Druck erwartet, nachdem Trump ankündigte, nun 25 statt 15 Prozent auf Importe von Autos aus der EU erheben zu wollen. Er verwies dazu auf ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes Handelsabkommen das innerhalb der EU weiter noch nicht gesetzlich verankert ist. In der Vorbörse geht es für Autoaktien gegen den sonst festeren Markt um 2 Prozent nach unten.
Thyssenkrupp werden 4 Prozent tiefer gestellt. Das Unternehmen will seine Stahlsparte erst einmal behalten. Der Industriekonzern und Jindal Steel International legen ihre Gespräche über eine Beteiligung des indischen Unternehmens an Thyssenkrupp Steel Europe vorerst auf Eis. Die ursprünglichen Grundannahmen und Voraussetzungen für eine mögliche Veräußerung der Stahlsparte hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich geändert, erklärte Thyssenkrupp.
Im Fokus steht die Commerzbank-Aktie. Die an einer Übernahme interessierte italienische Unicredit hält am Berichtstag eine außerordentliche Hauptversammlung ab, bei der es um eventuelle Kapitalerhöhung für die Commerzbank-Übernahme gehen soll.
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:29 EUR/USD 1,1735 +0,1 0,0015 1,1720 1,1691 EUR/JPY 184,05 -0,0 -0,0200 184,0700 187,2500 EUR/CHF 0,916 -0,0 -0,0001 0,9161 0,9237 EUR/GBP 0,863 +0,0 0,0001 0,8629 0,8669 USD/JPY 156,82 -0,1 -0,2100 157,0300 160,2200 GBP/USD 1,3594 +0,2 0,0022 1,3572 1,3485 USD/CNY 6,83 +0,0 0,0027 6,8273 6,8380 USD/CNH 6,8155 -0,2 -0,0146 6,8292 6,8424 AUS/USD 0,7206 +0,0 0,0003 0,7203 0,7130 Bitcoin/USD 79.954,51 +1,3 1.052,10 78.902,41 76.240,38 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,88 -1,0 -1,06 101,94 Brent/ICE 107,36 -0,8 -0,81 108,17 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.597,93 -0,3 -15,69 4.613,62 Silber 74,98 -0,5 -0,36 75,34 Platin 1.996,40 +0,4 7,48 1.988,92
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/gos
(END) Dow Jones Newswires
May 04, 2026 02:16 ET (06:16 GMT)




















