Die Stockholmer Börse ist am Montag mit Gewinnen in den Handel gestartet und vollzieht damit die Kursaufschläge an der Wall Street während des verlängerten Wochenendes nach. Die Londoner Börse bleibt heute feiertagsbedingt geschlossen, was sich auf die Handelsaktivität auswirkt.

Am Wochenende kündigte Präsident Donald Trump die Einführung neuer Autozölle in Höhe von 25 Prozent gegen europäische Hersteller an. Zudem gab es Berichte, wonach das Pentagon den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland erwägt.

Gegen 09:06 Uhr notierte der OMXS30-Index mit einem Plus von 0,42 Prozent bei 3.073,41 Punkten. An der Stockholmer Börse wurden Aktien im Wert von rund 1,7 Milliarden Kronen gehandelt.

Die beste Entwicklung unter den großen Industriesektoren verzeichnete der Technologiesektor mit einem Anstieg von 1,1 Prozent. Am anderen Ende der Skala rangierte der Energiesektor mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Unter den Blue Chips im OMXS30-Index kletterten Saab B um 3,2 Prozent, während EQT um 2,3 Prozent zulegten. Die schwächste Performance zeigten Astra Zeneca mit einem Rückgang von 0,7 Prozent, gefolgt von Evolution, die ebenfalls 0,7 Prozent verloren.

Das Verteidigungsunternehmen Saab könnte vor einem seiner größten Geschäfte der Firmengeschichte stehen: Die Lieferung von bis zu 150 Gripen-Kampfjets an die Ukraine. Dies erklärte CEO Micael Johansson in der SVT-Sendung 'Alex möter' mit Alexander Norén. Eine Einigung könnte demnach innerhalb weniger Monate erzielt werden.

Der Baukonzern Skanska hat mit atNorth einen Vertrag über den Ausbau eines Rechenzentrums im finnischen Espoo unterzeichnet, dessen Auftragswert sich auf 1,1 Milliarden Kronen beläuft. Zudem erhielt Skanska einen Auftrag für das Hudson Tunnel Project in New York, der für das Unternehmen einen Wert von 3,4 Milliarden Kronen hat. Die Aktie steigt um 1,2 Prozent.

Die Trimco Group hat ein Übernahmeangebot für sämtliche Aktien des Etikettenherstellers Nilörn in Höhe von 77 Kronen je Aktie vorgelegt. Dies entspricht einer Prämie von 53 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Der Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Die Aktie schießt um 50 Prozent auf 75,30 Kronen nach oben.

Der Verwaltungsrat des Glücksspiel-Zulieferers Hacksaw hat beschlossen, den Vorstandsvorsitzenden Christoffer Källberg von seinen Aufgaben zu entbinden. Verwaltungsratsmitglied Ana Vrabic Verdir übernimmt interimistisch den Posten des CEO. Hacksaw hat einen umfassenden Rekrutierungsprozess für eine dauerhafte Nachfolge eingeleitet. Die Nachricht wurde nach Handelsschluss am Donnerstag veröffentlicht. Die Aktie sinkt um 7 Prozent.

Das Cybersicherheitsunternehmen Yubico und das KI-Unternehmen OpenAI gehen eine langfristige Kooperation im Bereich der hardwarebasierten Authentifizierung ein. Nutzer von OpenAI können nun speziell entwickelte Sicherheitsschlüssel erwerben, um ihre Konten vor Phishing-Angriffen zu schützen. Die Aktie legt um gut 14 Prozent zu.

Der Geflügelkonzern Scandi Standard hat Danbroiler übernommen, ein Unternehmen mit einem Umsatz von 86 Millionen Kronen und einer Kapazität von 3,5 Millionen Hähnchen pro Jahr. Die Aktie gibt um 1,6 Prozent nach.

Das bereinigte EBITA der Beteiligungsgesellschaft Ratos für das erste Quartal 2026 lag über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz entsprach dem Konsens. Die Aktie steigt um 2,6 Prozent.

Das Immobilienunternehmen Stendörren berichtet für das erste Quartal von einem deutlichen Anstieg der Mieterträge und des operativen Ergebnisses (FFO) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Aktie gewinnt 0,3 Prozent.

Die Papiere des Automobilherstellers Volvo Cars notierten 1,1 Prozent im Minus.

An der Analystenfront hat die Handelsbanken Camurus von 'Hold' auf 'Buy' hochgestuft und das Kursziel von 600 auf 700 Kronen angehoben. Die Aktie legt um 4,5 Prozent zu.

Pareto hat die Empfehlung für Paradox von 'Hold' auf 'Buy' heraufgesetzt. Die Aktie steigt um gut 3 Prozent.

Die Fachzeitschrift Dagens Industri empfiehlt in ihrer Rubrik 'Aktie der Woche' den Schließtechnikkonzern Assa Abloy zum Kauf. Die Aktie notiert 0,4 Prozent höher.