Die Mailänder Börse zeigt sich wie die übrigen europäischen Märkte in einer von Feiertagsstimmung geprägten Sitzung kaum bewegt. Das Geschehen wird von der Erwartung auf die Ergebnisse der Fed-Sitzung zur Zinspolitik in der Wochenmitte dominiert.
Auch die US-Futures bewegen sich um die Nulllinie.
Gegen 12:30 Uhr verliert der Ftse-Mib-Index 0,02%. Die Umsätze bleiben mit etwas über 800 Millionen Euro gering.
Zu den auffälligen Titeln zählen:
** Unter den vernachlässigten Banken sticht MPS (+4%) hervor, die laut einem Händler nach dem starken Rückgang im Zuge der Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft zur MEDIOBANCA-Transaktion (+2%) wieder zulegt. Die Sieneser Bank profitiert heute vom am Freitagabend durch den Vorstand bestätigten Rückhalt für CEO Lovaglio, vor allem aber von einer am Wochenende von Il Sole 24 Ore berichteten Nachricht: Demnach habe die Consob in einem Dokument vom 15. September eine verdeckte Absprache zwischen der Bank und einigen ihrer Aktionäre zur Erlangung der Kontrolle über Mediobanca und Generali ausgeschlossen. "Das Consob-Dokument könnte im aktuellen Fall und für den Ausgang der Ermittlungen von erheblicher Bedeutung sein. Wir halten direkte Auswirkungen auf MPS weiterhin für unwahrscheinlich", kommentiert Intermonte in einer Mitteilung.
** BUZZI steigt um 2%, nachdem die Deutsche Bank das Rating von 'Hold' auf 'Buy' mit einem Kursziel von 58 statt zuvor 48 Euro angehoben hat. Auch CEMENTIR zeigt sich fest.
** FINCANTIERI (+3%) setzt seine Rallye fort, im Vorfeld des erwarteten Aufstiegs in den Ftse-Mib-Index. Equita verweist zudem auf Berichte, wonach Lissabon laut CNN Portugal die italienische Gruppe mit dem Bau von drei Fregatten im Gesamtwert von drei Milliarden Euro beauftragen will.
** Schwach wie im übrigen Europa präsentiert sich der Automobilsektor. Besonders unter Druck steht FERRARI, das 2,3% verliert, nachdem Morgan Stanley das Rating von 'Overweight' auf 'Equal Weight' gesenkt hat, da das Institut kurzfristig und mittelfristig nur begrenztes Wachstumspotenzial sieht.
** Auch FERRAGAMO gibt rund 2% auf 7,84 Euro nach, nachdem Barclays das Kursziel von 5,1 auf 4,9 Euro gesenkt hat.
(Bericht: Claudia Cristoferi, Redaktion: Andrea Mandalà)

















