Die Piazza Affari startet mit wenig veränderten Indizes und folgt damit dem Trend der anderen europäischen Börsen. Das Marktumfeld ist von einer abwartenden Haltung geprägt, während die Anleger auf die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank blicken.
Auf der makroökonomischen Seite der USA werden heute um 14:30 Uhr die Zahlen zu den neuen wöchentlichen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung erwartet. Gestern hat US-Präsident Donald Trump ein Ausgabengesetz unterzeichnet und damit das partielle Shutdown beendet, das die Veröffentlichung wichtiger Arbeitsmarktdaten verzögert hatte. Ein Termin für die Bekanntgabe der „Nonfarm Payrolls“, die ursprünglich für morgen geplant war, steht jedoch weiterhin aus.
Gegen 9:40 Uhr zeigt sich der Ftse Mib nahezu unverändert.
Im Fokus stehen weiterhin Bankaktien, auch bedingt durch die anlaufende Berichtssaison. Heute sticht BPER hervor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2025 mit einem konsolidierten Nettogewinn von 2,1 Milliarden Euro und Kernerlösen von 6,2 Milliarden Euro um 3% zulegen. Laut Equita übertreffen die Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen die Erwartungen.
Ebenfalls positiv zeigt sich POP SONDRIO mit einem Plus von 1,84% und erreicht neue Allzeithochs. MEDIOBANCA bleibt nach dem gestrigen Anstieg aufgrund von Spekulationen über ein mögliches Delisting von der Piazza Affari stabil, während die Muttergesellschaft MPS um 1,65% zulegt. Bei den beiden Großbanken ergibt sich ein gemischtes Bild: UNICREDIT steigt um 0,3%, während INTESA SANPAOLO 0,13% nachgibt.
Der Rückgang des Ölpreises belastet die Ölwerte: SAIPEM verliert 1%, ENI gibt um 0,72% nach.
Die Zementhersteller erholen sich nach dem gestrigen „Sell-off“: CEMENTIR steigt um 2,5%, BUZZI um 1,6%.
AEFFE steht auch heute im Rampenlicht und gewinnt über 4%, angetrieben von Medienberichten, wonach für den angeschlagenen Konzern eine Beteiligung von Invitalia als Gesellschafter und Finanzpartner geprüft wird.
Schließlich wird OVS gekauft und legt nach den vorläufigen Ergebnissen für 2025 um über 3% zu. Die Werte liegen beim Ebitda leicht über den Erwartungen, beim Free Cash Flow sogar deutlich darüber, wie das tägliche Update von Equita hervorhebt.
(Giancarlo Navach, Redaktion: Sabina Suzzi)

















