Piazza Affari setzt den Handelstag mit Kursgewinnen fort, getragen vor allem von Bankaktien, während auch die übrigen europäischen Börsen positiv tendieren und sich auf die Flut an Unternehmenszahlen konzentrieren, während die Blicke auf die EZB-Sitzung am Donnerstag gerichtet sind.

Leicht im Plus notieren die US-Futures, wo in den kommenden Tagen die Ergebnisse von Alphabet und Amazon im Mittelpunkt stehen werden. Aufgrund des Shutdowns wurden die ursprünglich für Freitag geplanten Arbeitsmarktdaten jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

Gegen 12.45 Uhr steigt der Ftse Mib um 0,9% bei Umsätzen von rund 1,4 Milliarden Euro.

Unter den auffälligen Titeln:

** Bankenindex im Plus mit 1,6%, damit über dem europäischen Durchschnitt. Unter den italienischen Werten stechen insbesondere UNICREDIT und BPER hervor, die um 2,2% bzw. 1,9% zulegen, dicht gefolgt von INTESA SANPAOLO. Auch GENERALI steigt um 1,3%.

* DIASORIN gewinnt 1,7%. Das Unternehmen hat bei der US-amerikanischen FDA einen Antrag auf Zulassung und 'Clia waiver' für einen molekularen Test auf Gruppe-A-Streptokokken eingereicht, der auf einem eigenen Diagnosesystem verwendet werden soll.

** RECORDATI legt um 1,5% zu, nachdem Kepler Cheuvreaux die Bewertung von 'hold' auf 'buy' angehoben hat, mit Hinweis auf eine "attraktive Bewertung" vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen.

** MFE verliert 2,7% nach den Zahlen der deutschen Tochter ProSiebenSat.1, die die Erwartungen aufgrund des schwierigen Werbeumfelds in Deutschland verfehlten. Verschiedene Analysten heben jedoch den positiven Trend bei der Verschuldung hervor.

** AMPLIFON bricht um rund 5% ein, nachdem die Konkurrentin Demant nach enttäuschenden Prognosen für 2026 an der Börse stark unter Druck geraten ist.

** DE NORA stürzt nach einer am Morgen von Kepler Cheuvreux veröffentlichten Analyse, die für 2026 ein "schwieriges" Jahr prognostiziert, um 10% ab.

** BFF setzt den Abwärtstrend fort und verliert 2,5% nach dem gestrigen Einbruch infolge der unerwarteten Senkung der 2026-Ziele und des Wechsels an der Unternehmensspitze, nachdem drastische Derisking-Maßnahmen eingeleitet wurden. "Das Unternehmen muss nun Ergebnisse und eine Rendite für die Aktionäre liefern, um das Vertrauen der Investoren nach zwei äußerst enttäuschenden Jahren, die von einem Dividendenverbot und fehlender Profitabilität geprägt waren, wiederherzustellen", schreibt Intermonte in einer Notiz.

(Claudia Cristoferi, Redaktion Andrea Mandalà)