Verhaltene Sitzung an der Piazza Affari, während die gesamte Aufmerksamkeit der Anleger auf die Zinsentscheidungen der Bank of England um 13 Uhr und der EZB um 14:15 Uhr gerichtet ist, gefolgt von der Pressekonferenz der Präsidentin Christine Lagarde.

Auf der US-Makroseite werden heute um 14:30 Uhr die Daten zu den neuen wöchentlichen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung erwartet. Gestern hat US-Präsident Donald Trump ein Ausgabengesetz unterzeichnet und damit dem teilweisen Shutdown ein Ende gesetzt, der die Veröffentlichung wichtiger Arbeitsmarktdaten verzögert hatte. Ein Termin für die Bekanntgabe der "Nonfarm Payrolls", die ursprünglich für morgen geplant war, steht jedoch noch nicht fest.

Die US-Aktienindex-Futures zeigen sich wenig bewegt.

Gegen 12:20 Uhr liegt der FTSE Mib mit 0,20% im Minus. Das Handelsvolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro.

Die heute auffälligen Titel

** Der Bankensektor gibt nach, wobei die Schwergewichte UNICREDIT und INTESA um 0,7% bzw. 1% fallen. Im Fokus steht heute BPER, das 2,6% zulegt, nachdem das Geschäftsjahr 2025 mit einem konsolidierten Nettogewinn von 2,1 Milliarden Euro und Core-Erlösen von 6,2 Milliarden abgeschlossen wurde. Equita schreibt, dass die Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen über den Erwartungen liegen.

** Gut entwickelt sich auch POP SONDRIO, das um 1,6% steigt und neue Allzeithochs erreicht. MEDIOBANCA bleibt nach dem gestrigen Anstieg im Zuge von Spekulationen über ein mögliches Delisting von der Piazza Affari unverändert, während die Muttergesellschaft MPS um 0,3% zulegt.

** Im Ölsektor kehren SAIPEM und ENI nach anfänglichen Verlusten infolge des Rückgangs des Ölpreises wieder auf die Parität zurück.

** Die Bauwerte erholen sich nach dem gestrigen "Sell-off": CEMENTIR steigt um 2,6%, WEBUILD um 2,6% und BUZZI legt um 0,8% zu.

** Deutlich schwächer zeigen sich die Zykliker, darunter STELLANTIS mit einem Rückgang von 2,6% und PIRELLI mit minus 0,7%. FERRARI verliert 1%, belastet durch Barclays, das das Kursziel von 420 auf 365 Euro gesenkt hat.

** Gekauft wird OVS, das nach den vorläufigen Ergebnissen für 2025 rund 1% zulegt. Das Ebitda lag leicht über den Erwartungen, der Free Cash Flow deutlich darüber, wie das Equita-Tageskommentar hervorhebt. Die Aktie notiert auf dem höchsten Stand seit März 2018.

(Giancarlo Navach, Redaktion: Sabina Suzzi, Francesca Piscioneri)