Die Mailänder Börse bewegt sich leicht im Minus, im Einklang mit den anderen europäischen Börsen, am Ende einer Woche mit geringen Schwankungen, die das Sieben-Tage-Ergebnis bislang knapp unter die Nulllinie bringen.

Die Futures auf US-Indizes legen nach der guten Performance von gestern leicht zu, angetrieben von besser als erwarteten Ergebnissen von Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie positiven Prognosen für den Chip-Sektor.

In Mailand und Europa geben Banken und Technologiewerte heute nach, belastet von Gewinnmitnahmen, während der Rüstungssektor angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, insbesondere im arktischen Raum, zulegt.

Gegen 12:10 Uhr fällt der FTSE Mib-Index um 0,3% bei einem Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro.

Hervorzuhebende Titel:

** LEONARDO steigt um 2,4% und führt den FTSE Mib an, FINCANTIERI legt in einem positiven Umfeld für die europäische Rüstungsindustrie um mehr als 3% zu, während im Rahmen der NATO und der EU über die Absichten des US-Präsidenten in Bezug auf Grönland diskutiert wird.

** Die Banken verzeichnen leichte Verluste, wobei insbesondere der Rückgang von fast 3% bei MPS auffällt, der sich nach den Dementis von UNICREDIT (+0,2%) und anschließend von Delfin über einen möglichen Verkauf des Anteils an der Bank aus Siena fortsetzt.

** Deutlicher schwächer präsentiert sich der Automobilsektor, der auch im restlichen Europa unter Druck steht. STELLANTIS verliert 1,5%, nachdem Analysten Gerüchte für glaubwürdig halten, wonach der Konzern erwägen könnte, die Marken Fiat und Alfa Romeo nicht mehr in den USA zu verkaufen. FERRARI gibt nach Berichten der Zeitung Il Sole 24 Ore 1,6% nach; demnach könnte die Erneuerung des Syndikatsvertrags mit Pietro Ferrari der Familie den Verkauf eines 5%-Anteils ermöglichen. Equita hält eine weitere Platzierung kurzfristig jedoch für unwahrscheinlich, insbesondere zu den aktuellen Marktpreisen.

** Auch der Luxussektor setzt seinen Rückgang fort, ebenso wie im restlichen Europa: FERRAGAMO verliert 3% und CUCINELLI fällt um 4,8%. Bofa Global Research hat das Rating für das Kaschmir-Unternehmen von 'Buy' auf 'Neutral' gesenkt und das Kursziel von 115 auf 100 Euro reduziert. Im Rahmen einer Studie zum gesamten Sektor, für den BofA nach der jüngsten Rallye zu einer vorsichtigen Haltung rät, sieht der Broker die Aktie weiterhin als sehr defensiv, aber mit wenig weiterem Aufwärtspotenzial.

(Claudia Cristoferi, Redaktion Andrea Mandalà)