Die geopolitischen Spannungen haben die globalen Märkte beeinflusst, die Ölpreise nach oben getrieben und Inflationsängste geschürt.
Das unsichere Umfeld hat auf lokaler Ebene Raum für Impulse bei einzelnen Titeln gelassen, ausgelöst durch Quartalszahlen und Geschäftspläne, zu denen die Akteure am heutigen Wochenschluss einige Positionen anpassen.
Um 12:30 Uhr liegt der Ftse Mib-Index um 0,5% im Minus. Das Handelsvolumen beträgt rund 1,6 Milliarden Euro.
Seit dem Schlusskurs am vergangenen Freitag, dem Vorabend des Ausbruchs des Iran-Krieges, hat der Index knapp 6% verloren.
Hervorzuhebende Titel:
** Nach den starken Verlusten am Vortag, ausgelöst durch Enttäuschung über die dem Markt gelieferten Zahlen, versuchen NEXI und AMPLIFON eine Erholung und steigen um 1,1% bzw. 3%.
** Im Gegensatz dazu gibt CAMPARI, das gestern noch mit rund +10% im Gefolge der Zahlen zugelegt hatte, heute um 2,4% nach.
** Das Kriegsklima begünstigt weiterhin Rüstungswerte, wobei LEONARDO um 3% zulegt.
** Besonders auffällig ist AVIO mit +8,9%. Das Unternehmen hat heute Morgen einen Vertrag über 65 Millionen Dollar für ein neues Entwicklungsprojekt eines Feststofftriebwerks in den Vereinigten Staaten bekannt gegeben. "Wir halten diesen Vertrag bereits für in den Zielen des Geschäftsplans enthalten", kommentiert Equita im täglichen Bericht, "doch zeigt er die starke Nachfrage in diesem Segment, die angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklung noch deutlicher wird".
** Die Abgaben bei den Banken setzen sich fort; auch auf europäischer Ebene haben sie diese Woche den Großteil des Verkaufsdrucks absorbiert. Der italienische Bankensektor-Index verliert 0,8%, mit Rückgängen um die 2% bei BPER, POPOLARE DI SONDRIO und MPS. UNICREDIT bewegt sich mit -0,1% nahe der Nulllinie.
** Die Energiewerte entwickeln sich uneinheitlich: ENI und ERG legen um rund ein Prozent zu, während ITALGAS um 2,8% und ENEL um 1,3% nachgeben.
** STM, das gestern noch ein positives Vorzeichen verteidigen konnte, ist heute Schlusslicht im Hauptindex mit einem Minus von 3,2%.
** PIAGGIO, das nach der gestrigen Veröffentlichung von Zahlen, die einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn aufgrund der schwachen Nachfrage zeigten, zunächst deutlich verlor, verringert das Minus auf rund 1%. "Die Ergebnisse für das vierte Quartal waren wie erwartet schwach, mit Rückgängen in allen geografischen Regionen", betont Equita.
(Sabina Suzzi, Redaktion Stefano Bernabei)

















