DOW JONES--Die Aktie der Lufthansa steht erneut kurz vor dem Wiedereinzug in den DAX 40, nachdem sie diese Chance in den vergangenen Jahren mehrmals knapp verpasst hat. Der Titel war über 30 Jahre lang Indexmitglied, bevor er 2020 inmitten der Covid-19-Krise ausgeschieden war. Einer Studie der Deutschen Bank zufolge könnte er per März über die Fast-Entry-Regel in den DAX zurückkehren. Während die Aufnahme vor wenigen Tagen noch fast sicher schien, hat der jüngste Kursrutsch der Aktie - ausgelöst durch den Streik - die Rückkehr ins Wanken gebracht.
Nach der Fast-Entry-Regel kann ein Unternehmen in den DAX aufsteigen, wenn es auf der Auswahlliste Rang 33 oder besser erreicht. Es ersetzt dann das am schlechtesten platzierte DAX-Mitglied. Derzeit rangiert der Studie zufolge die Lufthansa-Aktie deutlich vor allen anderen MDAX-Mitgliedern auf Platz 33 - was knapp für eine Aufnahme reichen würde. Die Strategen der Deutschen Bank schätzen den Puffer bei der Marktkapitalisierung auf lediglich 60 Millionen Euro zum 34. Rang, ab dem ein Fast Entry nicht mehr möglich wäre.
Angesichts dieses geringen Puffers sei die Entwicklung der nächsten Tage entscheidend. Am unteren Ende des DAX nehme derzeit Zalando die schwächste Position ein und müsste den Index bei einem Fast Entry der Lufthansa verlassen. Scout24 und Porsche Holding rangierten zwar noch über Zalando, befänden sich aber ebenfalls in der Gefahrenzone.
Sollte Lufthansa den 33. Rang nicht halten, wäre eine Aufnahme über die reguläre Regel (Regular Entry) deutlich schwieriger. Hierfür müsste Lufthansa unter den Top 40 liegen, während gleichzeitig ein bestehendes Mitglied auf Rang 48 oder schlechter abrutschen müsste. Da das schwächste DAX-Mitglied mit Zalando derzeit noch einen Puffer von 200 Millionen Euro zum 48. Platz aufweise, sei eine reguläre Aufnahme momentan unwahrscheinlich.
Bei DAX-Aufstieg hohe Umsätze in Lufthansa am 20. März
Das Gesamtvolumen der DAX-ETF belaufe sich auf rund 25,5 Milliarden Euro. Bei einer Rückkehr der Lufthansa und einer geschätzten Indexgewichtung von 0,5 Prozent erwarten die Strategen Zuflüsse von etwa 130 Millionen Euro durch DAX-ETF. Gleichzeitig müssten MDAX-ETF ihre Anteile verkaufen. In Folge werde für den 20. März während der Schlussauktion mit einem Handelsvolumen gerechnet, dass das 10- bis 12-Fache des Tagesdurchschnitts erreichen könne.
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February 13, 2026 03:53 ET (08:53 GMT)

















