Der deutsche Konzern, der sich als Erfinder des „Fußbetts“ präsentiert, meldete für sein am 31. März beendetes zweites Geschäftsquartal einen Umsatz von 618 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 8 % auf berichteter Basis.

Bei konstanten Wechselkursen lag das Umsatzwachstum bei 14 % und damit unter dem Konsens, der mit 15 % gerechnet hatte.

„Diese Enttäuschung erklärt sich vor allem durch die schwächer als erwartete Entwicklung im B2B-Geschäft, das um 15 % zulegte gegenüber Erwartungen von 16,5 %, während das Direktkundengeschäft (DTC) über die eigenen Stores um 12 % wuchs, verglichen mit erwarteten 9 %“, schreiben die Analysten von Bernstein.

Auch das bereinigte EBITDA lag leicht unter den Prognosen und erreichte 198,3 Mio. US-Dollar gegenüber 200 Mio. US-Dollar im Vorjahr und 199,5 Mio. US-Dollar laut Konsensschätzung. Mit 54,6 % fiel zudem die Bruttomarge niedriger aus als erwartet (54,9 %).

Eine der am stärksten leerverkauften Aktien am Markt

Trotz der schwächer als erwarteten Zahlen bestätigte die in London ansässige Gruppe ihre Prognose eines Umsatzwachstums von 13 bis 15 % zu konstanten Wechselkursen für das laufende Geschäftsjahr. Auch die Zielspanne für die Bruttomarge von 57 bis 57,5 % wurde beibehalten.

„Diese Ergebnisse reichen nicht aus, um die Zweifel an dem Unternehmen auszuräumen, und die Aktie dürfte noch längere Zeit unter Druck bleiben“, erklärte Bernstein nach Veröffentlichung der Zahlen.

Das Research-Haus erinnert daran, dass der Titel derzeit zu den am stärksten leerverkauften Aktien in New York gehört. Hintergrund ist die Aussicht auf weitere Platzierungen durch die Beteiligungsgesellschaft L Catterton, die mit 54 % des Kapitals Hauptaktionär bleibt.

Die Aktie verlor im gestrigen Handel knapp 13 % und notiert bei etwa 33 US-Dollar – dem tiefsten Stand seit dem Börsengang. Die Marktkapitalisierung beläuft sich damit auf rund 6,1 Mrd. US-Dollar.

Birkenstock, dessen Aktien seit 2023 unter dem Kürzel „BIRK“ an der New Yorker Börse gehandelt werden, hat inzwischen mehr als 22 % seit dem IPO verloren. Der Börsengang war seinerzeit zu einem Ausgabepreis von 46 US-Dollar erfolgt.