Die Vereinbarung sieht für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 20% über die Laufzeit des Vertrags sowie Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung und der Arbeitsplatzsicherheit vor, so die Gewerkschaft.
"Sie haben einen lebensverändernden ersten Vertrag gesichert", sagte UAW-Präsident Shawn Fain in einer Stellungnahme.
"Diese umfassende Vereinbarung wird bedeutende Verbesserungen für unsere Belegschaft bringen, darunter höhere Löhne, geringere Gesundheitskosten und mehr bezahlte Freizeit", erklärte Volkswagen. Die Beschäftigten werden nun über die Ratifizierung des Tarifvertrags abstimmen.
Die Mitarbeiter des Werks hatten im April 2024 mit 73% für den Beitritt zur Gewerkschaft gestimmt. Damit wurde die Fabrik in Chattanooga zum ersten Automobilwerk im Süden der USA, das seit den 1940er Jahren per Wahl gewerkschaftlich organisiert wurde, und zum ersten ausländisch geführten Automobilwerk im Süden mit Gewerkschaft. Die UAW hatte bei Abstimmungen im selben Werk in den Jahren 2014 und 2019 nur knapp verloren.
Fain hat sich zum Ziel gesetzt, landesweit Automobilwerke von Herstellern wie Toyota und Tesla zu organisieren. Nach dem Erfolg bei Volkswagen hat sich seine Kampagne jedoch verlangsamt, zuletzt mit einer Niederlage in einem Mercedes-Werk in Alabama.
Der UAW-Präsident hatte Ende 2023 einen Streik bei Ford Motor, General Motors und Stellantis angeführt und dabei eine Lohnerhöhung von 25% für die Beschäftigten durchgesetzt. Die Mitarbeiter im Volkswagen-Werk hatten signalisiert, dass sie ähnliche Verbesserungen in ihren Gesprächen mit dem Unternehmen anstreben.



















