Kraft Heinz, zu dessen Produkten Heinz-Ketchup und Oscar Mayer-Fleischwaren gehören, reichte am Dienstag einen Prospektnachtrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein, um den "potenziellen Wiederverkauf" von Berkshires Beteiligung in Höhe von 325,4 Millionen Aktien zu registrieren.
Berkshire ist mit Abstand der größte Anteilseigner von Kraft Heinz, dessen Fusion 2015 mit Hilfe von Berkshire und der brasilianischen Private-Equity-Firma 3G Capital zustande kam. 3G Capital stieß seine Kraft-Heinz-Beteiligung im Jahr 2023 ab.
Die Kombination des früheren Kraft Foods und H.J. Heinz erwies sich als enttäuschend, und das fusionierte Unternehmen kündigte im September an, sich später in diesem Jahr in zwei Teile aufzuspalten.
Buffett sagte damals gegenüber CNBC, dass er und Greg Abel, damals stellvertretender Vorsitzender von Berkshire und inzwischen dessen CEO, die Aufspaltung ablehnten.
Die Kraft-Heinz-Aktien schlossen am Dienstag mit einem Plus von 23 US-Cent bei 23,76 US-Dollar, womit Berkshires Anteil etwa 7,7 Milliarden US-Dollar wert war. Nach der Einreichung des Prospektnachtrags fielen die Aktien im nachbörslichen Handel um 4,9% auf 22,59 US-Dollar.
Berkshire reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Das in Omaha, Nebraska, ansässige Konglomerat schrieb im August seine Kraft-Heinz-Investition um 3,76 Milliarden US-Dollar ab, zusätzlich zu einer Abschreibung von 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019.
In einer Stellungnahme erklärte Kraft Heinz: "Unser Fokus liegt weiterhin darauf, den langfristigen Wert für unser Unternehmen und alle Aktionäre zu maximieren."
Kraft Heinz, mit Büros in Chicago und Pittsburgh, hat nach Jahren von Kostensenkungen und Unterinvestitionen zu kämpfen und sieht sich zunehmender Konkurrenz durch gesündere und von Supermärkten gebrandete Alternativen ausgesetzt.
Das Unternehmen gehört zu den schwächsten Performern im US-Lebensmittelsektor, in dem die Umsätze zurückgehen, da Verbraucher nach Jahren von Preiserhöhungen ihre Ausgaben einschränken.
Kraft Heinz setzte Steve Cahillane am 1. Januar als neuen CEO ein, am selben Tag, an dem Abel Chef von Berkshire wurde.
Cahillane war zuvor CEO des ehemaligen Müsli- und Snackherstellers Kellogg, der ebenfalls in eigenständige Unternehmen aufgespalten wurde. Beide wurden später übernommen.



















