In einer Analyse erkennt der Analyst an, dass der französische Autobauer seine Strategie in den vergangenen Jahren gut umgesetzt hat, oftmals besser als die Konkurrenz, und zudem von positiven Nachrichten wie der Anhebung seiner Kreditbewertung profitiert hat.

Dennoch, so argumentiert er, hat sich der Aktienkurs nicht entsprechend entwickelt und die erwartete Neubewertung ist ausgeblieben – eine Enttäuschung, die das Finanzinstitut mit einer Reihe strategischer Herausforderungen begründet, die die Rentabilität belasten könnten.

Die Elektrifizierung der Modellpalette, Preisdruck sowie internationale Expansionsambitionen seien Faktoren, die laut Berenberg auf die Margen des Konzerns drücken könnten, auch wenn das Ziel einer Marge von rund 6,5% im Jahr 2025 als erreichbar und im Vergleich zu den meisten europäischen Wettbewerbern, einschließlich der Premiumhersteller, als attraktiv bewertet wird.

Zwar bleibt Renault relativ verschont von bestimmten ungünstigen Branchentrends wie Zöllen, Überkapazitäten und direkter Abhängigkeit vom chinesischen Markt, doch der Wettbewerb auf dem europäischen Markt, insbesondere durch chinesische Hersteller, verschärft sich. Zudem könnte die Elektrifizierung von Niedrigpreis-Marken wie Dacia ebenfalls auf die Rentabilität drücken, so der Analyst weiter.

Kurzum, die Bewertung der Aktie bleibt zwar niedrig, bei etwa dem 4,2-fachen des für 2026 erwarteten Gewinns, was sie auf dem Papier attraktiv erscheinen lässt. Doch die Unfähigkeit des Titels, von all diesen positiven Faktoren zu profitieren, verdeutlicht aus Sicht Berenbergs die Vorsicht des Automobilmarkts angesichts möglicher künftiger Margendrucks.