Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Jahresergebnisse des Unternehmens aus Clermont-Ferrand bewertet die Privatbank die Zahlen für das zweite Halbjahr und das Gesamtjahr 2025 als gemischt, lobt jedoch einen soliden freien Cashflow sowie das "massive" Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro.

Die Analysten, die die Prognosen für 2026 bislang als schwach einschätzten, bezeichnen diese nun als konservativ und gehen davon aus, dass das Management sich damit vermutlich Spielraum für positive Anpassungen lässt.

Die Anhebung des Kursziels spiegelt positivere Aussichten wider, getragen von der günstigen Entwicklung der Rohstoffpreise, Einsparungen durch Restrukturierungen sowie gestiegenen Volumina.

Im Detail sehen die Analysten, dass die Restrukturierung und die Neuausrichtung des Portfolios früher als erwartet greifen. Die von Michelin in den vergangenen beiden Jahren vorgenommenen Werksschließungen waren strategisch sinnvoll, jedoch schlecht mit einem ausgeprägten Abschwung im Erstausrüstergeschäft abgestimmt.

Das vierte Quartal markierte eine schnellere Wende als erwartet: Die wichtigsten Schließungen sind abgeschlossen, die industrielle Basis verbessert sich (abgesehen von Zöllen), und der positive Effekt der Rohstoffpreise verstärkt sich, so das Fazit von Berenberg.