Bayer, ein Life-Science-Unternehmen, und bp, ein weltweit tätiger integrierter Energiekonzern, haben den Abschluss einer langfristigen strategischen Allianz bekannt gegeben, um den Anbau von Camelina (Leindotter) unter dem Markennamen newgold® gemeinsam zu skalieren. Die Allianz wird die Vermarktung von Camelina zunächst in Nordamerika vorantreiben. bp bringt dabei Expertise in den Bereichen Kraftstoffe und Raffination ein, während Bayer seine branchenführende Kompetenz in der Saatguttechnologie sowie seinen umfangreichen Kundenstamm in der Landwirtschaft nutzt.
Ziel der Allianz ist der weitere Ausbau eines verlässlichen Marktes für Zwischenfrucht-Ölsaaten, um die wachsende Nachfrage nach Biodiesel, erneuerbarem Diesel (RD) und nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) zu bedienen. Es wird geschätzt, dass dieser Bedarf bis 2040 von 14 Milliarden auf 40 Milliarden Gallonen ansteigen wird. Diese Ankündigung folgt auf die Übernahme von Camelina-Vermögenswerten durch Bayer Ende 2024. Während Bayer die Produktion in Vorbereitung auf eine umfassende Markteinführung hochfährt, laufen derzeit Tests mit Biotypen für lange und kurze Vegetationsperioden.
Bayer hat newgold-Camelina bereits in den Northern Plains der USA sowie in den Regionen Southern Saskatchewan und Southern Alberta in Kanada eingeführt. Camelina weist eine vielversprechende niedrige Kohlenstoffintensität für erneuerbare Kraftstoffe auf, bietet Flexibilität durch den Anbau als Sommer- oder Winterform und erfordert geringe Betriebsmittel. Die Pflanze ist winterhart, zeichnet sich durch Platzfestigkeit der Schoten sowie Trockentoleranz aus und kann auf ungenutzten Flächen, Brachen oder zwischen traditionellen Hauptfruchtfolgen angebaut werden. Dies ermöglicht es Landwirten, potenzielle Konflikte mit der Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden.
Die unter der Saatgutmarke newgold vertriebenen Camelina-Kulturen sind darauf ausgelegt, als Gewinnmultiplikator zu fungieren. Sie bieten Erzeugern die Flexibilität zu entscheiden, wie und wo die Pflanze am besten in ihren Betrieb passt: Als Zwischenfrucht zur Wertschöpfung zwischen den Saisons; innerhalb von Fruchtfolgen als Beitrag zu gutem agronomischem Management bei gleichzeitiger Einkommensdiversifizierung; oder auf Grenzstandorten und untergenutzten Flächen, um diese in produktivere Vermögenswerte zu verwandeln. Diese Flexibilität erlaubt es Landwirten, am Markt für kohlenstoffarme Kraftstoffe teilzunehmen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre agronomischen und finanziellen Entscheidungen zu behalten.



















