(Alliance News) - Die Elektrostrategie von Stellantis erfährt neue Verzögerungen aufgrund von Produktionsproblemen bei Automotive Cells Company, dem Joint Venture mit Mercedes-Benz und TotalEnergies, das für die Batterielieferung zuständig ist, wie am Freitag von MF-Milano Finanza berichtet wurde.
Laut Bloomberg verzögern sich die vollelektrischen Langstreckenmodelle Peugeot 3008 und 5008 um bis zu acht Monate. Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf die französische Marke: Wie Auto Infos berichtet, haben auch Opel und Citroën die Markteinführung ihrer jeweiligen Langstrecken-Elektromodelle verschoben, da Acc nicht in der Lage ist, ausreichende Stückzahlen zu garantieren.
Das Werk Douvrin/Billy-Berclau im Norden Frankreichs kann derzeit rund 1.000 Fahrzeuge pro Monat ausstatten, was deutlich unter den ursprünglichen Prognosen liegt. Um die industrielle Hochlaufphase zu beschleunigen, setzt Acc auf die Unterstützung von Experten des chinesischen Zulieferers Eve Energy, deren Zahl in den kommenden Wochen auf 120 steigen soll. Ziel ist es, die Produktion bis Sommer 2026 zu verdreifachen und über 3.000 Fahrzeuge pro Monat zu erreichen.
Acc produziert Nmc-Batterien, während der europäische Markt zunehmend auf die günstigeren Lfp-Batterien setzt.
Bei dieser Technologie arbeitet Stellantis mit CATL zusammen, das eine Gigafactory in Saragossa, Spanien, errichten wird.
Parallel dazu bleibt das Dossier Termoli offen: Laut Milano Finanza ist das Projekt zur Umwandlung des Werks in Molise in eine Acc-Gigafactory faktisch auf Eis gelegt, auch wenn es keine formale Stornierung gibt. Das Werk in Termoli wird stattdessen weiterhin e-Dct-Getriebe und Gse-Motoren über das Jahr 2030 hinaus produzieren und so den operativen Betrieb sichern.
Von Antonio Di Giorgio, Alliance News Reporter
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